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„Fire Force“, im Original „Firepower“ genannt, ist von Richard Pepin nicht nur produziert, sondern auch geschrieben und inszeniert worden.
Im Jahre 2008 ist in Los Angeles die sogenannten Hellzone eingerichtet worden, in der keine Polizei erlaubt ist und die ursprünglich zur Auslebung der ’Verbrechen ohne Opfer’ wie Drogenkonsum und Prostitution dienen sollte. Doch inzwischen dient sie als Rückzugsort für gefährliche Gangs. Die Idee der Hellzone ist nicht ohne und wird auch von Richard Pepin ganz nett mittels eine Nachrichtensendung an den Mann gebracht, welche in dem Schnellfress läuft, in dem die Cops Darren Braniff (Chad McQueen) und Sledge (Gary Daniels) futtern wollen.
Die beiden Polizisten müssen aber umgehend aufbrechen, um einen Verbrecher zu schnappen, die in die Hellzone flüchten. Ihr Gefangener wandert in eine Zelle, ebenso wie der von anderen Cops aufgefangene ’Swordsman’ (Jim Hellwig). Doch eine Gang stürmt das Gebäude blutig und befreit den Schwertmann. Hier bietet „Fire Force“ ein ordentliches Feuergefecht und kann nach der vorhergehenden Verfolgungsjagd schon wieder Action beisteuern.

Da viele Kollegen bei dem Einsatz starben und man zudem eine geheimnisvolle Substanz beim Swordsman fand, die Cops aber in der Hellzone machtlos sind, wollen Braniff und Sledge Undercover dort ermitteln. Trotz einigen Protestes kriegen sie die Genehmigung und werben als Gladiatoren im ’Death Ring’ an. Hier finden Kämpfe zur Belustigung der Einwohner der Hellzone statt und ihr Veranstalter ist arg verdächtig...
Bei „Fire Force“ handelt es sich um ein typisches PM-Movie, aber um ein gutes. Innovationen werden eher klein geschrieben, die Story ist nicht allzu spannend und der Plot dient in erster Linie zur Verbindung der Actionszenen. Doch ein gewisses Maß an Spannung kommt auf, das Tempo ist ziemlich hoch und erstaunlicherweise hat die Geschichte ein paar wirklich gelungene Wendungen bzw. Momente, die für ein B-Movie wirklich überraschend sind.
Da es sich bei „Fire Force“ um einen Actioner im Sci-Fi-Bereich handelt, ist der Film auch futuristisch gehalten und man merkt das geringe Budget nicht so sehr. Die Ausstattung ist zwar nicht allzu umfangreich, aber kann sich durchaus sehen lassen genauso wie Locations, auch wenn diese auch alles andere innovativ sind. Lediglich die Inszenierung schlägt aufs Gemüt, da die Optik teilweise an TV-Filme erinnert.

Herzstück des Films ist die Action und die kann sich auf jeden Fall sehen lassen: Der Plot reiht zügig Actionszene an Actionszene. Dabei gibt es ein paar Verfolgungsjageden, die gut unterhalten und zum Glück im Gegensatz zu anderen PM-Filmen nicht künstlich in die Länge gezogen wirken. Zu Beginn und gegen Ende erfreuen ein paar nette Shoot-Outs mit ordentlicher Choreographie und einigen blutigen Einschüssen das Actionherz. Kern sind aber die Gladiatorenkämpfe, die sehr spektakulär rüberkommen, was vor allem an den vielfältigen Waffen und Gary Daniels akrobatischem Kampfstil liegt. Warum die deutsche Fassung allerdings dermaßen verstümmelt wurde, ist nicht zu verstehen, da außer ein paar härteren Einschüssen und ein, zwei abgetrennten Gliedmaßen auch ungekürzt nix Wildes zu sehen ist.
Die Schauspieler sind allesamt keine Offenbarung, liegen aber immerhin auf annehmbaren B-Film Niveau. Allerdings sieht Gary Daniels mit seinen langen Haaren absolut grottig aus. Eine Nebenrolle als Viper hat übrigens Kampfchoreograph und PM-Spezi Art Camacho.

„Fire Force“ wendet sich zwar nur an B-Actionfans, bietet diesen aber ordentliche Action, die man am besten ungekürzt genießt. 6,5 Sterne von mir.

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