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Eine Mädchenclique bestehend aus weiblichen Außenseitern albert aus Spaß und jugendlicher Verdrossenheit mit Okkultismus herum. Die Mädels staunen nicht schlecht, als die Zaubersprüche tatsächlich wirken und ihnen zu Reichtum, Schönheit und Popularität verhelfen. Doch jeder erfüllte Wunsch birgt eine Kehrseite in sich. Und weil es weibliche Teenager sind, bekommen sie sich natürlich ordentlich in die Haare…

DER HEXENCLUB (Originaltitel: THE CRAFT) ist ein kleiner, aber feiner Highschool-Horror aus den 90ern. Ziemlich harmlos und jugendfreundlich, aber trotzdem einen Blick wert. Schon allein wegen der Besetzung. In einer Nebenrolle findet sich Neve Campbell (SCREAM 1-4), der damalige Shooting Star der Horrorszene und so etwas wie d i e Scream Queen der Jahrtausendwende. Noch besser: Feiruza Balk (AMERICAN HISTORY X, LEBEN NACH DEM TOD IN DENVER). Die Ausnahmeschönheit kommt als diabolische Oberhexe richtig schön fies. Sie ist das Goth-Girl par excellence. Sie gibt Marilyn Manson in der Hölle einen Zungenkuss – ein Traum! Dagegen verblasst Hauptdarstellerin Robin Tunney (THE MENTALIST) direkt.

Hässliche Entlein mutieren zu sexy Geschossen – das Prinzip ist bekannt und dasselbe wie in den damaligen Highschool-Schnulzen, siehe EINE WIE KEINE. Auch bei Wünschen, die nach hinten losgehen, klingelt es im Hinterstübchen (z.B. WISHMASTER, LEPRECHAUN etc.). DER HEXENCLUB bietet wenig Innovation, unterhält trotzdem nahtlos. Der Horror ist auf Mädchen-Niveau: Schlangen, Spinnen, Kakerlaken. Ein paar Blitze hier. Ein bisschen fliegen dort. Ein Liebeszauber, damit der Angebetete einem endlich verfällt. Dann noch die Pickel weghexen. Das Beste am Film sind aber ganz klar die taffen Gothic-Ladies. Schwarze Trenchcoats. Schwarzer Kajal. „Black, black, black, black Number 1!“ Sie retten den Film vor der Bedeutungslosigkeit.
Vom Regisseur von EINSAM ZWEISAM DREISAM und ICH LIEBE DICK.

Fazit:
Hex hex!

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