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Also manchmal muss man sich wirklich fragen wie es manche Filme schaffen finanziert zu werden. "Der letzte Lude" ist ganz klar so Fall. Ich hatte ja wirklich nicht viel erwartet von einem Film mit Lotto King Karl, aber das es dann Letztlich so witzlos sein würde überrascht doch. Kaum ein Gag zündet richtig, die meisten kennt man schon und irgendwie wirkt alles wie eine müde Ansammlung von Kiez Klischees, die alle mal für einen mehr oder weniger (meistens weniger) gelungenen Gag herhalten müssen. Dazu kommen dann noch unterirdisch schlechte Computeranimationen und eine der wohl ekligsten Szenen, die es jederzeit mit jeglicher US Fäkalkomödie aufnehmen kann.

"Der letzte Lude" erzählt die Geschichte von Stullen-Andy, der den Nutten Butterbrote verkauft, aber gerne ein richtiger Zuhälter - Verzeihung - Vollkaufmann wäre. Dumm nur das er selber nicht unbedingt mit Intelligenz gesegnet wurde und zudem aussieht wie das typische Luden Klischee mit Oberlippenbart, langen Haaren, grellbunter Bomberjacke und Goldkettchen. Lotto King Karl, der irgendwann zu Beginn der 90er Jahre mal kurz mit 2 eher mäßig witzigen Songs in den Charts vertreten war, spielt diesen typischen Loser. Umso bezeichnender wenn man ihm noch die beste "Schauspielerische Leistung" bescheinigen muss.
Insbesondere Tobias Schenke als Soap Darsteller, der sich zu Recherche Zwecken dem "größten Luden aller Zeiten" anschließt, ist wohl der schlechteste Schauspieler der sich jemals in Deutschland vor eine Kamera getraut hat. Es gelingt ihm durch sein übertriebenes Spielen wirklich auch noch den miesesten Gag zu ruinieren.
Dazu kommt dann noch Alexandra Neldel, die mal wieder das macht was sie am besten kann: schön aussehen und möglichst wenig anhaben. Das sie beides gut kann hat sie ja schon des öfteren bewiesen und so kann man auch in diesem Film von einer überzeugenden Leistung von ihr sprechen.

Die gesamten Gags des Films hat man irgendwie irgendwo schon bedeutend besser gesehen. Eigentlich kommt wirklich keiner unerwartet sondern kündigt sich bereits deutlich vorher an, was nicht unbedingt zur Heiterkeit beiträgt. Natürlich hat das ganze einen unglaublichen Trash Faktor, aber selbst dem geneigten Trash Fan dürfte irgendwann der Spaß vergehen, spätestens wohl bei den unglaublich miserablen Computeranimationen. Egal ob es nun die Schlange des albanischen Mafiabosses ist, oder der Hai, den Selbiger im Keller seines Tanzschuppens hält um seinen im Pool gelegenen Safe zu schützen. Bei diesen Szenen kommen einem wirklich die Tränen, wenn auch weniger vor Lachen.

Es wundert einen nicht, das der Film an der Kinokasse komplett untergegangen ist, denn das hier ist nicht nur meilenweit an Komik vorbei, sondern zu dem auch noch gedreht wie ein schlechter TV Film. Aber da würden ja auch die Darsteller wieder reinpassen. So ist "Der letzte Lude" hoffentlich der letzte Versuch von Lotto King Karl und Tobias Schenke als Schauspieler. Da hilft nicht mal übermäßiger Alkoholkonsum um bei diesem Film etwas zu retten. Somit gibt es, allein schon für den Mut eines Studios diesen Schwachsinn zu inszenieren, letztlich 2 von 10 Punkten, und natürlich weil Alexandra Neldel auch im übelsten Film und der schlechtesten Rolle immer noch fabelhaft aussieht.

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