Review

Cannibal Mercenary (1983) ist sicher eine Perle unter den Dschungel-Actionern, der durch seine sleazige, teilweise splattrige Gewaltdarstellung einen legendären Ruf hat. Diese Quasi-Fortsetzung ist immer noch ein rauer Exploiter, der vom Härtegrad aber nicht mehr mit dem Erstling mithalten kann. Wieder sind Söldner auf einer himmelfahrtskommandoartigen Mission im Wald unterwegs.

Der streckenweise etwas dialoglastige Film hat kaum Budget und beschränkt die Schauwerte auf sehr kurze Kloppereien, ein paar wenige Shootouts und punktuelle Gewaltspitzen. Da bekommt mal ein Eingeborener einen Gewehrkolben in das Gesicht geschlagen, ein Typ die Machete ins Bein gesteckt und ein Soldat landet im Säurebad, was aber unspektakulär umgesetzt ist.

Nett war noch die Szene, in der sich ein Söldner im Gefecht heldenhaft vor ein Kind wirft, um die Kugeln abzufangen. Er wird getroffen und blutet das Kind voll. Ein weiterer Söldner rennt mit eben diesem Kind im Arm vor (Mini-)Explosionen weg, während er in der anderen Hand ein MG hält und auf die Feinde schießt. Ein echter Held :-) Die Szene ist aber ebenfalls ziemlich popelig und kann keinesfalls mit der aus dem philippinischen Action-Epos Sgt. Clarin: Bullet for Your Head (1990) mithalten.

Bizarr und vollkommen sinnbefreit ist hingegen die Szene, in der ein Typ einem Affen einen Zungenkuss gibt und Insekten frisst.

Letztlich ist das definitiv kein Must-see, denn mehr als ein paar durch den Wald schlappende Soldaten, die viel quatschen und gelegentlich mal kurz in dürftigen Gefechten draufgehen, ist das nicht. Kein guter Film, aber für absolute Fans von billigen Dschungel-Exploitern eventuell mal eine Sichtung wert. Leider ist die Thai-VCD äußerst rar und die Bootlegs von erbärmlicher Qualität.

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