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Uganda, U Crazy!


„Crazy World“ kommt aus Wakaliwood, dem Hollywood Ugandas (nicht zu verwechseln mit dem konkurrierenden Nollywood aus Nigeria!), und erzählt (erneut) von der Tiger Maffia und ihren fiesen Plänen. Nun entführen sie Kinder! Nur haben sie sich dieses Mal die falschen ausgesucht, da u.a. die Tochter eines legendären Commandos dabei ist, die selbst ganz gut austeilen kann und sich in Gefangenschaft ihre kleine aber feine Kampftruppe zusammenstellt... Da Best of Da Best Moovie!!!

Auf etlichen Festivals eingeschlagen wie eine schwarze Bombe, „Crazy World“ ist der Nachfolger im Geiste zu „Who Killed Captain Alex?“, der letztes Jahr auch schon zehnjähriges Jubiläum gefeiert hat. Wahnsinn! Und „Crazy World“ beweist einmal mehr, dass in Wakaliwood noch lange nicht die Luft raus ist. Danke auch an das Shivers Filmfestival und die Rocketbeans, wo ich diesen exotischen Schmankerl und Zwerchfellzerstörer erleben durfte. In einer extra an sie angepassten Version - Bravo! Ein echter Festivalfund und mit gleichgesinntem Publikum (wenn auch momentan nur digital) direkt nochmal irrer und spaßiger. Nabwana I.G.G. gehört gefördert und gefeiert! Bitte mehr davon! Selbst wenn vielleicht der ganz große Überraschungsmoment nach einem Jahrzehnt Wakaliwood fehlt, das Erstlingswerk noch abgedrehter wirkt, kann man dennoch am nächsten Tag nach dieser intensiven Stunde seine Bauchmuskeln fühlen wie nach einem anständigen Workout. Lachen ist gesund - dieser Mann heilt die Welt! Ein Impfstoff gegen schlechte Laune. Depressionen ade. Der drastische Beweis, dass man kein Geld braucht um einen fetzigen und unterhaltsamen Film auf die Beine zu stellen. Nur Wille, Leidenschaft und ganz viel Spaß bei der Sache. Manche Fights sind sogar ganz amtlich, viele Witze treffen (wortwörtlich) ins Schwarze, Wakaliwood hat sogar schon seine eigenen Insider und Ostereier. Die Babymandos räumen auf! Die Tiger Maffia bekommt den Hintern versohlt! Die Ausrufezeichen gehen aus! Und der Rest der Welt kommt aus dem Staunen und Strahlen kaum noch raus! Ein weiterer Rifftrax-Geniestreich. Pur, ungefiltert, erfrischend.

Fazit: vielleicht nicht ganz so ein Urknall wie „Who Killed Captain Alex?“, dafür aber mit qualitativ und erzählerisch ein paar Fortschritten. Plus den Mini-Commandos! Wackaliwood rockt auch nach einem Jahrzehnt noch immer hardcore die Filmwelt! Jetzt muss ich nur noch „Bad Black“ nachholen... 

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