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In "Die kleine Lampe" vermenschlicht Pixar zwei Schreibtischlampen, die mit einem Gummiball spielen. Der animierte Kurzfilm war der erste des Studios, der einem größeren Publikum vorgeführt wurde und aus dem das Maskottchen für Pixar entstand.

Der ca. zwei Minuten lange Kurzfilm beschränkt sich auf einen Schauplatz und eine einzige situative Sequenz: Die kleinere der beiden Lampen schubst mit ihrem Schirm einen Ball durch das Bild. Als sie auf den Ball springt und darauf herumhüpft, entweicht die Luft daraus. Zunächst verwundert, dann enttäuscht hüpft sie aus dem Bild, von der großen Lampe belehrt. Diese ist dann aber selbst erstaunt, als die kleine Lampe einen größeren Ball durch das Bild schubst.

Es ist schon erstaunlich, mit welchen einfachen mitteln und kürzester Laufzeit ein charmantes Umfeld geschaffen werden kann. Trotz nicht vorhandener Dialoge und mit einer fest fixierten Kamera, schafft es "Die kleine Lampe" eine warmherzige, verspielte Atmosphäre zu vermitteln.

Die beiden Lampen sind weich animiert und lassen, durch ihre Funktion, Raum für Schattenspiele zu. Diese sind ähnlich realistisch wie die Bewegungen und Rotationen. Auf einen Hintergrund wird verzichtet. Dieser bleibt gänzlich schwarz. Dafür ist die Geräuschkulisse überaus vielseitig.

Durch seine kurze Laufzeit kann der Animationsfilm natürlich weder groß etwas erzählen noch Charaktere und Spannung aufbauen. Das ist aber auch nicht seine Absicht. "Die kleine Lampe" ist eher eine technische Demonstration. Seine verspielte Art führt aber dazu, dass die Vorführung eben nicht klinisch-konservativ sondern warm und leicht aufgenommen wird.

7 / 10

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