Dieser in fast allen Filmlexika und auf den meisten Review-Seiten im Internet heftigst kritisierte Star-Wars-Ableger ist deutlich besser als sein desaströser Ruf. Natürlich ist es legitim, über schlecht gemachte Spinneneffekte (an Bändern baumelnd, tricktechnisch wirklich übel) oder über die äußerst platte Rahmenenhandlung den Kopf zu schütteln. Doch dabei wird oft verkannt, für welche Zielgruppe dieser Film eigentlich konzipiert wurde. Denn das dürften die 6 bis 8 jährigen Mädels und (wohl noch mehr) Jungs sein. Wenn man es als Elternteil also geschafft hat, seine Kindergarten- bzw. Vorschul- oder Grundschulkinder nicht durch das Kredenzen sämtlicher Nickelodeon-TV-Schrottsendungen am Nachmittag oder Abend zu versauen, so dürften die Augen des noch unerfahrenen Sprösslings beim Anblick dieses Science-Fiction-Abenteuerstreifens glänzen: Die Ewoks sind einfach knuffig, süß und niedlich. Die Kinderdarsteller sind absolute Identifikationsfiguren, die Story ist perfekt zu verstehen. Die Monster werden in dem genannten Kindesalter für den ein oder anderen Schockeffekt sorgen, und sicherlich wird kein 6-Jähriger beim Anblick der Spinne über die primitive Animation lästern, sondern eher schlotternd unter die Sofadecke verschwinden.
Objektiv betrachtet hat der Film einige Leerläufe und dramaturgische Hänger, doch selbst diese werden beim jüngeren Publikum wohl kaum negativ ins Gewicht fallen.
Eine übertrieben pädagogisierende Moral, die dem Film immer wieder angelastet wird, ist hier ebenfalls nicht erkennbar. Zumindest wird hier nicht Zeigefinger schwingend und tiefschürfend "Dududu" gemacht, sondern die Botschaft "Familie ist das Wichtigste" dank der lockeren Erzählweise adäquat vermittelt.
Alles in allem ist dieser Ewoks-Film also ein recht gelungener Abenteuerstreifen, zumindest für die (fast) jüngsten Zuschauer unter uns.
Qualität: 6/10 Härte: 1/10