kurz angerissen*
Lärmende Brooks-Parodie auf die Schwarz-Weiß-Universal-Monsterschinken der 30er. Kulissen werden Stein für Stein rekonstruiert, die Kontraste aus der Ära des farblosen Kinos so sehr strapaziert, dass jeder Mauerstein, jede Gesichtsfalte und jeder zuckende Blitz endlos lange Schatten wirft.
Wie das eben so ist, wenn Subtilität freimütig über Bord geworfen wird und der Holzhammer das Deck befehligt: Manchmal geht der Schuss daneben, manchmal voll ins Ziel. Gene Wilder stellt den Wandel vom widerstrebenden zum bekennenden Nachfahren eines Wahnsinnig-Genialen mit riesigen, suchenden Augen dar, die dem Irrsinn fieberhaft zu folgen scheinen. Marty Feldman stiehlt ihm als Buckliger sogar die Show; sein linkisches, leisetreterisches Auftreten verleiht dem Film etwas Spontanes und Unberechenbares, mit dem die 40 Jahre lang gereiften Regeln des Genres oft ausgehebelt werden.
So entspringen die besten Szenen auch eher unerwartet sich ergebenden Situationen, in denen der eigentliche Handlungsverlauf völlig ad absurdum geführt wird. Mit größeren Problemen hadert Brooks in Sachen Erzählfluss, gelingt es ihm nach gemächlicher Einführung mit sorgfältigem Atmosphäre-Aufbau doch nicht, die Geschichte zu einem nachvollziehbaren Schluss zu bringen.
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