Review

Tintenblutringe


Dieses neue Hulu-produzierte und hierzulande nun über Disney+ abrufbare Horror-Dreierlei passt natürlich in den späten Oktober, ist sehr hübsch und hochwertig gestaltet, basiert auf legendären Kurzgeschichten von Clive Barker, etwa über eine junge Frau mit höllischer „Schmatzophobie“ - insgesamt bleibt diese Zusammenstellung an „Geschichten aus geronnenem Blut“ allerdings leider erstaunlich… egal. Und leider nur marginal besser als die ähnlich heissende 2009er-Variante. 

„Books of Blood“ hätte (nicht nur am Ausgangsmaterial gemessen) noch viel, viel besser sein können. Nein, fast müssen. Nur zwei der drei Stories sind ausgewachsen und davon wird maximal eine etwas länger hängen bleiben. Das mit dem „Schmatzen“ beispielsweise hätte man noch viel besser ausspielen können. Die Verknüpfungen und Überschneidungen wirken arg erzwungen. Alles hat definitiv seine Längen, einige Wendungen wirken unglaubwürdig und der Ton bzw. die Balance ist nie optimal. Zum Glück gibt's aber auch positive Punkte. Das Ding sieht klasse aus, hat ein paar doch noch gruselige Pointen und die Ausgangsideen sind meist einfach zu stark, um hier endgültigen Murks draus zu machen. Außerdem spielen die Darsteller solide und die Auflösung aller Stränge ist runder als man meinen könnte während seines Verlaufs. Dennoch: leichte Enttäuschung und mit genug besserer Konkurrenz gesegnet. 

Fazit: eine hochwertige, im Endeffekt aber doch sehr blasse und vergessenswerte Horror-Anthologie. Kann man als Fan von gruseligen Omnibussen machen. Muss man aber nicht. (4,5/10)

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