Review

Tadaa!


Haben wir nicht alle dieses eine Stofftier, das uns schon unser Leben begleitet und das wir vielleicht sogar an mögliche Kinder weitergeben? Bei mir war es Felix, der freundliche Schäferhund. Und bei Jack in „Benny Loves You“ war es das rote Etwas Benny (Bär?), das ihn als Kind vor Monstern im Schrank und dem Alleinsein beschützte. Dreißig Jahre später ist der Nerd und Spielzeugdesigner zwar immer noch alleine, doch das liegt nun auch daran, dass Benny ein mörderisches Eigenleben entwickelt hat und seit neustem alles und jeden in seinem Umfeld abmurkst, dem sein Besitzer zuviel Aufmerksamkeit oder Liebe schenkt…

Ganz in der Tradition von „Puppet Master“, „Child's Play“ und „Dollman“ kommt diese olle und dolle One-Man-Show - und mir gefällt „Benny Loves You“ richtig gut! Ein wenig Muppets, ein wenig Menschenmatsch. Retromania done right. Kasperletheater in dunkelrot. Erstaunlich saftig. Kein Splatter, aber nah dran. Muss genau so sein! Die nerdige Hauptfigur ist nicht immer klischeefrei und super sympathisch - aber das Gesamtpaket stimmt auffällig gut. Synthies. Stofffetzen. Spielzeugschlachtplatte. Sympathiebolzen. Supergenreindie. Benny sieht erstaunlich gut animiert aus, erst recht für dieses Minibudget. Es gibt einen hohen Bodycount. Das Ding ist eindeutig von einem Fan für Fans. Und wer kann nicht die Wut und die Einsamkeit nachvollziehen, die ein lebenslang begleitendes Kuscheltier aufbringen könnte, sodass man es besser nicht vernachlässigen sollte?!

Fazit: Chucky muss sich zwar nicht fürchten, aber er hätte mit Benny sicher einen launigen Buddy gefunden. Willkommen in der saftigen A-Liga des Puppenhorrors! 

Details
Ähnliche Filme