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Irgendwo auf dem Land. Das Verhältnis Mensch / Tier hat sich hier umgedreht. Menschen werden gejagt, ausgesetzt, in Schlachthöfe geführt etc. von anthropomorphisierten Gestalten mit Tierköpfen. Eine klare Geschichte erzählt der von Baptiste Rouveure inszenierte Film dabei nicht, zwischen diversen Episoden hin und her geht es und unmissverständlich brüllt der Streifen seine Message heraus.
Was sich allerdings recht schnell erschöpft hat, denn weder gibt es einen stringenten Plot, noch artikulierte Dialoge (sieht man von den Grunztönen der tierischen Herrscher ab). Das macht die Chose insgesamt anstrengend, denn den Sinn hat dahinter hat man schnell kapiert und vermisst irgendwann doch irgendeine erzählerische Komponente.

Die Inszenierung wiederholt sich auffallend oft in ihrem Ablauf. Kleine Spannungsmomente, harte Schwarzblende. Dann ein neues Bild, ruhig, gefolgt von der nächsten Sequenz, die wieder in eine Schwarzblende mündet. Und so weiter. Und weiter. Da gingen mir insbesondere diese harten Abblenden recht bald auf den Keks und schnell wird klar, dass Rouveure hier allein darauf abzielt zu zeigen, wie schlecht der Mensch ist. Nachvollziehbare Motivation, keine Frage, aber derart zusammenhangslos hätte es dafür keinen Spielfilm gebraucht. Dabei geht das Ganze etwas über 60 Minuten und selbst in diesem begrenzten Rahmen stellt sich bald eine spürbare Ödnis ein.
Applaus für die Grundidee und den Gedanken dahinter, Buh für die Umsetzung.

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