Review
von Leimbacher-Mario
Cousine des „Maniac“?
„The Stylist“ ist ein ansehnlicher und recht behäbiger Friseurinnenslasher, in dem eine introvertierte, psychisch ziemlich labile bis straight up gestörte Haarstylistin weder Freundinnen noch die Liebe findet, sich stattdessen immer mehr in messerscharfen Morden und gut geföhntem Wahnsinn verliert…
„The Stylist“ passt gut an einem Abend mit ähnlich gelagerten Genrefilmen aus den letzten Jahren wie „Bad Hair“, „In Fabric“ oder eben dem „Maniac“-Remake. Leider wäre er für diese zum Teil Grosskaliber wenn überhaupt aber nur das Warm Up. Denn richtig gut kann ich ihn leider nicht nennen. So gerne ich es auch wollte. Denn die Hauptdarstellerin spielt aufopferungsvoll und stark zwischen Horror und Mitleid, stilistisch kann sich das zeitweise echt sehen lassen, das Ende ist vorhersehbar aber immerhin konsequent und wenn es mal blutet, dann aber auch ziemlich eklig, düster und heftig. Nur leider wollte auf Grund seiner einschläfernden Langsamkeit, seinem enttäuschend geringen Bodycount, der auf einen Bierdeckel passenden „Story“ und null Identifikatiosfiguren einfach auf mich nie der Funke überspringen. Da wäre meiner Meinung eindeutig mehr drin gewesen. Hier wird alles nur peripher angeschnitten und nie drastisch, mutig oder flott genug ausgespielt. Schade dennoch, dass es das nun erscheinende Mediabook in Deutschland nicht mit dem viel chiceren Originalcover gibt. Aber dafür gibt’s ja noch Arrow aus England. Nicht dass ich mir den Film endgültig meiner Sammlung einverleiben würde. In welcher Version auch immer. Ich wollt's nur erwähnt haben.
Fazit: Strähnen, Skalps und Slowmotion - „The Stylist“ ist ein stylisch-weiblicher Slasher/Giallo/Psychothriller. Laszive Dauerwälle. Fuss goes fies. Stirbt in Schönheit.