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Die Friseurin Claire liebt ihren Job – erfährt sie doch so vieles über ihre Klientinnen und kann so richtig in andere Personen eintauchen. Noch besser geht das natürlich, wenn sie ihnen die Kopfhaut abzieht und ihre blutigen Haare als Perücke trägt.
THE STYLIST ist quasi so etwas wie die weibliche Arthouse-Variante von William Lustigs MANIAC, mit deutlich weniger Splatter und mehr Hochzeitsvorbereitung. Wobei die wenigen blutigen Szenen hier durchaus wehtun. Eine Frisierschere ist eben kein Skalpell.
Najarra Townsend spielt die Rolle der vereinsamten Außenseiterin so eindringlich, dass man mit ihr fühlt, auch wenn man sie weder mag noch versteht.
Der Film sieht – Nomen est Omen – höchst stylish aus und ist farblich durchkomponiert wie ein 80er-Jahre Argento. Lediglich das Drehbuch hätte etwas einfallsreicher ausfallen dürfen – Geschichten wie diese hat man einfach schon sehr oft gesehen.
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Leider war der nix! Sie mordet ohne richtigen Grund, ohne Sinn.. Ja, sie ist einsam & als Frisörin bekommt sie von den Leben anderer Menschen einiges mit. Aber warum sie tötet bleibt komplett im Dunkeln! Die Morde selber sind auch unkreativ, sie hat genug Frisörwerkzeug zur Verfügung, warum benutzt sie es nicht?! Die Musik & die Bilder sind ganz gut gemacht, aber das rettet den Film nun mal auch nicht... Dazu ein Ende, was den Grad ihrer Verrücktheit noch was höher setzt, aber dennoch einen verwirrt zurück lässt. ?!