Review

Tube


Ähnlich wie in „Oxygene“ dieses Frühjahr spielt der französische „Meandre“ mit einer jungen Frau, die in einer körperlich sehr engen und lebensgefährlichen Situation landet. Genauer gesagt in einem fallengespickten Röhrensystem zwischen „The Descent“ und „Escape Room“, das in der lebensmüden Mutter ganz neue Survivalpower entfacht…

„Meander“ ist eine sehr knackige und spannenden, keineswegs nur mäandernde Überraschung. Hatte ich doch eher eine billige „Cube“-Kopie mit noch weniger Platz erwartet, entpuppt sich dieser französische Adrenalinpumper als ernstzunehmende Waffe. Gegen Langeweile, gegen Lebensmüdigkeit, vielleicht sogar (als Schocktherapie) gegen Klaustrophobie. Die Fallen sind fies und direkt, das Gefühl der Enge ist famos, unsere Heldin lädt zum Mitfiebern ein und man glaubt ihrem Weg zu neuer Kraft nach dem Tod ihrer Tochter. Außerdem gibt es ein paar bizarre Designs und ein wirklich schlimmes „Monster“, das einige sicher noch kriechend, krabbelnd, stöhnend und robbend in ihre Alpträume verfolgen wird. In seiner Idee nicht besonders neu oder kreativ, in seinem Verlauf und Ausgang auch null überraschend. Aber verdammt konsequent, kurzweilig und konzentriert. 

Fazit: „Buried“ trifft auf „Cube“ in diesem emotionalen wie effektiven Klaustrophobiehorror zwischen Enge, Angst und Überlebenswille. Gut. 

Details
Ähnliche Filme