Knautschgesicht Jim Carrey ist Gott. OK, nicht ganz, aber er bekommt seine Macht. Es entwickelt sich eine herrliche Komödie für alle Altersklassen.
Der recht erfolglose TV-Reporter Bruce Nolan (Jim Carrey) hat es satt. Scheinbat hat sich alles gegen ihn verschworen. So rastet er auch bei einer Berichterstattung aus und ihm wird gekündigt. Nur seine Freundin Grace (Jennifer Aniston) hält noch zu ihm. Bruce ist sauer, insbesondere auf Gott, der ihn komplett zu ignorieren scheint. So geschieht das Wunder. God höchstpersönlich (Morgan Freeman) gibt Bruce seine Macht, denn auch Gott braucht mal Urlaub. Was dann passiert, ist klar. Bruce wird dank seiner Kräfte erfolgreich, macht auch viele Menschen glücklich. Zu spät erkennt Bruce, dass er damit die Welt aus ihrne Fugen reißt und auch Grace wendet sich von Bruce ab. Denn eins kann Gott nicht. Den Willen eines Menschen kontrollieren. Dies merkt Bruce erst, als es für ihn und Grace zu spät ist...
Komödien mit Jim Carrey, da weiß man was man hat. Wie immer eine One-Man-Show von Carrey und hier ist es natürlich nicht anders. Gewohnt zappelig und mit tausend Gesten macht Carrey das, was er am besten kann: Den Zuschauer zum lachen bringen.
Dies gelingt Carrey ziemlich gut, besonders, nachdem er Gottes Kräfte anwendet. Plötzlich ist Carrey als Reporter immer da, wo „kurioserweise“ was passiert (Einschlag eines Meteors, Leichenfund) oder tut sich auch mal selbst was gutes (Busen der Freundin vergrößern).
Gerade neben einem Zappelphillip wie Carrey haben es Nebendarsteller schwer. Deswegen sind Personen wie Morgan Freeman oder Jennifer Aniston auch nur Nebendarsteller.
Freeman überzeugt als Gott. Sicherlich war es kein Zufall, dass Gott ausgerechnet ein Farbiger ist. Aber Freeman bringt Gott recht sympathisch rüber.
Den Erfolg von Jennifer Aniston habe ich nie verstanden, auch hier bestätigt sich meine Meinung. Jennifer Aniston ist da und das war es. Sie hat eigentlich nur eine gute, lustige Szene. Bruce „zwingt“ Grace dazu, doch mal richtig Lust zu haben. Eine der besten Szenen im Film.
Klischees bleiben hier natürlich nicht aus. Irgendwann stürzt Bruce alles ins Chaos (es können nun nicht mal zehntausend Menschen sechs richtige im Lotto haben etc.) und auch seine Beziehung zerbricht langsam aber sicher. Da wir hier aber eine harmlose Komödie haben, wird natürlich alles gut zum Ende und Bruce erkennt, Gott zu sein ist wohl doch nicht so leicht.
Fazit: Wer Komödien mit Carrey mag ist hier goldrichtig. Wie immer spielt er alle Darsteller an die Wand. Wer Carrey schon immer nervig fand, wird auch hier sicherlich nicht glücklich werden. Mich hat der Film unterhalten. „Bruce allmächtig“ ist eine nette und unterhaltsame Komödie für zwischendurch. Gerade einen langweiligen Sonntag kann man damit ein wenig schneller überstehen.