Jim Carrey spielt einen Fernsehreporter, der bei der Beförderung übergangen wird und Gott dafür verantwortlich macht. Doch Gott, gespielt von Morgan Freeman, lässt dies nicht so einfach auf sich sitzen und stattet Carrey mit all seinen Kräften aus, damit dieser selbst sieht, wie hart sein "Job" eigentlich ist. Carrey nutzt die neuen Fähigkeiten in seinem Egoismus nur für sein eigenes Leben, scheint seine Ansichten aber zu ändern, als die gesamte Welt in einer Katastrophe zu versinken scheint und seine Freundin Jennifer Aniston ihn verlässt.
Die Story ist verglichen mit dem, was uns andere Regisseure heute als Komödien verkaufen relativ gut. Die Hauptfigur hat zwar nicht sonderlich viel charakterliche Tiefe, aber man gibt sich wenigstens Mühe ihren Wandel darzustellen und schwingt dabei sogar die moralische Keule. Das Thema "Gott" ist ja allgemein sehr heikel, aber ich glaube nicht, dass religiöse Zuschauer in ihrem tiefsten Glauben verletzt werden, zumal Freeman die Rolle als Gott sehr würdevoll meistert. Darüber hinaus gibt es ein paar innovative Ideen, wobei der Film alles in allem leider doch nach dem üblichen Muster verläuft. Das Ende ist sehr gut gelungen und beendet den Film mit einem großen Knall. Alles in allem ist die Story verglichen mit anderen Komödien der heutigen Zeit relativ gut.
Der Film läuft recht schnell an und kann früh zünden. Direkt in den ersten Minuten werden einige ordentliche Gags gebracht, die größtenteils zünden können. Leider braucht der Film dann im Mittelteil ein wenig, bis die eigentliche Handlung einsetzt und Gott endlich ins Spiel kommt. Wenn die Handlung dann aber richtig in Gang kommt, kann der Film vor allem durch seine innovativen Ideen beeindrucken und den Unterhaltungswert konsequent ausbauen. Zum Ende hin wird der Film dann zunehmend emotionaler, ohne in Gefühlskitsch zu verfallen. Das Finale ist wirklich gut und für einen kurzen Moment kann sogar Spannung aufkommen, sodass der Film auf jeden Fall hervorragend beendet wird. Alles in allem ist der Film überaus unterhaltsam.
Regisseur Tom Shadyac leistet bei der Umsetzung gute Arbeit. Die Filmmusik ist gut gemacht und kann vor allem die humorvollen Szenen passend unterlegen. Die Kulisse ist ebenfalls gut und mit Liebe zum Detail gemacht. Es gibt sogar ein paar subtile aber brauchbare Spezial-Effekte, die vor allem die lustigen Szenen untermauern können. Er kann die Gefühle des Zuschauers, wie man es bei einer Feel-Good-Komödie erwartet, sehr gut manipulieren und durch das Ende fröhlich stimmen. Nach "Der Dummschwätzer" und "Der verrückte Professor" gelingt ihm erneut eine ordentliche Komödie und einmal mehr ein großer kommerzieller Erfolg. Dies ist bereits seine dritte Arbeit mit Jim Carrey.
Jim Carrey hat in den letzten Jahren immer wieder bewiesen, dass er außer seinem typischen Grimassenschneiden auch ernsthaftes schauspielerisches Talent hat, das besonders in der brillianten "Truman Show" zur Geltung kam. Und genau diesen, relativ ernsten Carrey hätte ich mir in diesem Film erhofft, denn für meinen Geschmack schneidet er zu viele Grimassen und zieht den Film damit stellenweise ins Lächerliche. Er spielt natürlich nicht schlecht, aber diese hysterische Art hätte er für diesen Film besser abgelegt. Morgan Freeman spielt die Rolle als Gott sehr gut, glaubhaft und stilvoll. Auch Jennifer Aniston, die in Komödien besonders gut aufgehoben ist, kann eine ordentliche Leistung abliefern. Steve Carell ist in der Rolle des Evan Baxter zu sehen, die er in "Evan allmächtig" erneut spielen konnte.
Fazit:
Gerade in der Zeit der modernen Teenie- und Liebes-Komödien kann dieser Film sehr positiv beeindrucken. Die Story ist relativ innovativ und liefert wenigstens ein paar neue Ideen. Da die Umsetzung sehr gut und liebevoll gelingt, ist der Film überaus amüsant und unterhaltsam. Mir persönlich gefällt der hysterische Jim Carrey in der Hauptrolle jedoch nicht, der dem Film mit seinem nervigen Grimassenschneiden des Öfteren die Fahrt nimmt. Dennoch ist der Film empfehlenswert und befindet sich knapp über dem Mittelmaß.