Schade, dass Prinz Akeem (Eddie Murphy) keinen Sohn hat, denn das würde ihm einigen Ärger mit General Izzy (WesleySnipes) aus dem Nachbarstaat Nextdooria (gnihihi) ersparen. Doch dann stellt sich heraus, dass Akeem bei seinem damaligen Trip nach New York zugedröhnt einen Sohn gezeugt hat. Und diesen will er nach Zamunda holen, um ihn zum Thronerben zu machen.
Noch so eine späte Fortsetzung und noch eine, die misslungen ist. Der Vorgänger von 1988 war eine märchenhaft angehauchte Komödie mit Witz und sympathischen Figuren. Und in jeder Disziplin unterliegt der von Craig Brewer inszenierte Nachklapp.
Der Humor ist lauter und derber, wirklich lustig allerdings nicht. Kaum ein gelungener Witz, immerhin eine selbstreferenzielle Kritik an der Filmindustrie, die der Film aber durch seine eigene Existenz in ein Eigentor verwandelt. Hinzu kommt das Recycling alter Einlagen aus dem Vorgänger, nur dass dies vom Personal nicht halb so gekonnt umgesetzt wird. Zwar haben es auch ein paar Darsteller:innen der Erstlings nach 2021 geschafft, diese spielen aber eher eine Nebenrolle. Das trifft selbst auf Eddie Murphy zu, der fast schon verloren wirkt. Als Neuzugänge trifft man Jermaine Fowler und Filmmutti Leslie Jones, die einfach nur anstrengend ist. Fowlers Rolle ist zudem ziemlich uninteressant geschrieben und gespielt. Da ist es schade, dass aus der Situation mit Akeems Töchtern nicht mehr gemacht wurde, da steckte mehr Potential drin. Immerhin Wesley Snipes schien hier Spaß gehabt zu haben und stiehlt dem Rest gerne mal die Schau.
Die rückblickende Sequenz, die enthüllt, wie es zu allem Folgenden kam, ist einfach nur bekloppt. Was den Rest der Geschichte angeht, wird viel Bekanntes wieder aufgewärmt. Erneut ein culture clash, nur eben andersrum, die Episoden der einzelnen Figuren führen zum erwartbaren Ausgang und alldem geht jeglicher sympathischer Spaß ab. Im Gegenteil, manches ist einfach nur Panne und platt. Ein paar Schmunzler sind drin, aber darüber kommt der Film einfach nicht hinaus. Dabei ist er auch merklich zurückhaltender, um nicht zu sagen prüder ausgefallen. Scheinbar waren die 1980er da lockerer. Darf man heute nicht mehr. Da helfen auch keine Cameos lang vergangener Musikkapellen. Immerhin ist die Ausstattung ansehnlich, das bunte und ausschweifende Design ist durchaus was für's Auge.
Unwitzige und auch mal anstrengende Fortsetzung, auf die wohl keiner gewartet hat. Immerhin gibt es ein Wiedersehen mit ein paar bekannten Figuren und so lebt der Film alleine von der Nostalgie. Neue Impulse sucht man vergebens und das importierte Personal vermag nichts beizutragen. Formelhaft und überflüssig schlabbert der Film so an einem vorbei. Man sollte nichts erwarten.