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Dieser selten dämliche Streifen trieft so vor amerikanischem Patriotismus, dass es einen beim zuschauen peinlich berührt. Peinlich deshalb, weil alle Welt weiss, wie es in Amerika wirklich aussieht. Amerika Supermacht ... der gelingt (im Film) einfach alles ... oh, die ist so toll, so gut, dass sogar ein paar Ölbohrdeppen es schaffen, innerhalb kürzester Zeit ein Astronautentraining zu absolvieren, zwei Raumschiffe zu besteigen, auf einem heranrasenden Meteoriten zu landen, eine Atombombe zu verbuddeln und auch noch (halb)wegs unversehrt nach Hause zu kommen. Und der Held von der Geschichte - Bruce Willis, der eigentlich so richtig gut nur in der Serie "Das Modell und der Schnüffler" war - lässt dann über Mutter Erde eine zweite Sonne entstehen, ach ... seufz ... Aerosmith ... Abspann ... und man wundert sich, dass die Amis sich für solche Filme nicht schämen ... obwohl, nein, man wundert sich eigentlich nicht.

Und dieser Russe auf der MIR ... Aus welcher Schublade haben die denn dieses Abziehbild des postperestroikischen Zeitalters? Klar ist die MIR nur Schrott, ein Schlag mit dem Schraubenschlüssel hilft da oft Wunder (ja sind wir denn im "Boot"?), und die amerikanischen Raumschiffe geraten auch nur deshalb in Schwierigkeiten ... aber frischen Mutes gehts es weiter (nachdem die MIR sich sozusagen physisch negiert hat), in einem hanebüchnen Ritt vorbei am Mond, hintenrum wieder raus und ab auf diesen fliegenden Stacheligel von Meteor (der an der Realität so völlig vorbeidesignt wurde wie es nur geht). Jessas, was für ein Flachsinn.

fonu

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