Wieder einmal droht das Ende der Welt: Ein Asteroid von der Größe des Staates Texas hat Kurs auf die Erde genommen und soll laut NASA-Berichten in exakt 18 Tagen auf der Erde einschlagen! Die einzige Möglichkeit den Weltuntergang abzuwenden ist die: Zwei Space Shuttles müssen zum Asteroiden fliegen und dort landen. Dann muss ein Loch von ca. 250 Metern gebohrt werden, in dem dann schließlich eine Atombombe gezündet werden soll. Dadurch wird der Asteroid in zwei Teile gespalten und fliegt jeweils nördlich und südlich an der Erde vorbei. Die Frage ist jetzt nur: Wen holt man, um genau diesen Job zu tun? Die Wahl fällt auf Harry Stamper, den weltbesten Experten für Tief-Ölbohrungen und sein Team von 12 irrwitzigen Männern, die das Bohren fast genauso gut drauf haben, wie ihr Chef Stamper. Bei der NASA sind zwar alle skeptisch, dass dieser Haufen den Trip jeweils überstehen wird, aber letztendlich bleibt ihnen keine andere Wahl und so hängt das Fortbestehen der Menschheit nun von Harry Stamper und seiner Crew ab.
1998 war das Jahr der Asteroidenfilme, neben dem sterbenslangweiligen Deep Impact konnte man hier wenigstens Hoffnung auf Bombast-Krachwumm-Action haben, denn drunter machts ein Michael Bay schließlich nicht. Erneut spuckt der Weltraum einen riesigen Steinbrocken in Richtung Erde und es spricht nicht gerade für die NASA, das die einzigen, die den Riesenkiesel an der Erde vorbeikriegen können, ein wüster Clan von privaten Normalbürgern, die sich ein wenig mit bohren auskennen.
Die Logik sollte man eh schon zu Filmbeginn ad acta legen, denn es zählen hier mehr Bilder, die gewohnt wuchtig ausfallen. Optisch gibt Armageddon alles, spektakuläre Weltraumaufnahmen, ein zerklüfteter Brocken im All und muntere Buggyfahrten machen schon für sich Laune. Da kann man ruhig mal über den üblichen allgegenwärtigen Pathos hinwegsehen und auch mal am typischen Ende ein Selbstopfer-Tränchen kullern lassen.
Die Story wird dabei flott vorgetragen, Langeweile kommt höchstens mal auf, wenn Liv Tyler ihre schmachtvollen fünf Minuten hat. Wie der Film um den bösen global Killer ausgeht, steht von vornherein fest, nur bei den Überlebenden gibts die eine oder andere Überraschung (sogar der Kommie darf leben, *staun*). Es ist eben einfach das klassische Mainstream Popcorn Kino, das man erwartet hat und auch nicht enttäuscht wird. Wer mit Bay´s Stil allerdings seine Schwierigkeiten hat, wird aber auch von Armageddon nicht bekehrt werden.
7/10