Krass - böse böse....
Ich habe den ersten Borat nicht gesehen und bin auch sonst nicht so der Fan von Cohen. Aber was er hier macht, ist schon mit das böseste und schwärzeste, was man sich überhaupt nur vorstellen kann. Und dazu sollen einige Szenen ja auch gar nicht gestellt worden sein, sondern sind absolut echt, wie z.B. die Schlafzimmerszene mit Rudy Giuliani. Dieser hatte sich nach seiner Grenzüberschreitung gerechtfertigt, das ganze sei falsch interpretiert worden. Ich denke mal eher nicht, allein wegen dieser Szene lohnt der Film.
Aber es gibt noch viel mehr triefend böse Szenen, z.B. wo seine Tochter gegenüber einem Arzt andeutet, ihr Vater habe ihr ein Baby gemacht. Oder generell das Einsperren der Tochter in einen Käfig, worüber sich diese in Anbetracht des Luxus' der neuen Käfiggröße unermesslich freut.
Wer also auf tiefschwarzen satirischen Humor ohne jegliche Hemmung steht, der MUSS diesen Film gesehen haben.
Andererseits muss man aber auch sagen, dass solche eine Sketchfülle nicht einen ganzen Film trägt und er im Rahmen seiner Machart als Mockumentary doch recht spröde gestaltet ist. Daher verliert sich dann auch ein wenig das Interesse. Was als Sketch-Serie mit kurzen Folgen wunderbar funktioniert hätte, ist als Film dann doch manchmal etwas langatmig. Daher gibts dann auch nur 7 Sterne. Für die Schärfe der Witze aber die volle 10.
Mittlerweile ist Trump wieder an der Macht und greift mit seinen Leuten vehement in die Kulturfreiheit ein. Mal sehen, wie lange es dauert, bis dieser Film in den USA auf dem Index stehen wird.