Mit dem vorläufigen Abschluss der Trilogie nimmt erneut Drehbuchautor Liam O'Donnell auf dem Regiestuhl Platz, während die Gebrüder Strause, die sich für den Erstling von 2010 verantwortlich zeichnen, als Produzenten fungieren. Obgleich es auch in „Skylines“ phasenweise hoch her geht, fühlt sich dieses Werk nicht ganz so verrückt an, wie man es bei den Vorgängern erlebt hat.
Seit einigen Jahren leben die Menschen mit den Alien-Hybriden, den Pilots in weitgehend friedlicher Koexistenz auf der Erde, was ein flächendeckendes Virus schon bald umkehren könnte. Hybriden-Frau Rose (Lindsey Morgan) und einige Marines begeben sich auf eine gefährliche Mission auf den Alienplaneten Cobalt One, um Antworten zu finden…
Die meisten Figuren aus den Vorgängern sind verschwunden, lediglich einige Randfiguren (Rhona Mitra als Ärztin) sind geblieben. Leider fallen die Charakterzeichnungen etwas dürftig aus. Auf emotionaler Ebene zündet allenfalls das Verhältnis zwischen Rose und ihren Bruder Trent, einem Pilot, der als Bindeglied in allen Teilen auftaucht. Derweil ist die auf den ersten Blick kompliziert erscheinende Story auch ohne Kenntnis der Vorgänger leicht verständlich, denn am Ende treten doch wieder Gut und Böse gegeneinander an.
Bis dahin wird zwar ein weitgehend flottes Tempo vorgelegt, doch die Erkundung im Halbdunkel von Cobalt One gerät etwas eindimensional, zumal die dominierenden Blautöne auf Dauer ein wenig ermüden und die dort befindlichen Angreifer, eine Art zottelige Affen-Aliens kaum ein Profil, noch einen genaueren Hintergrund erhalten. Ein Nebenhandlungsstrang auf der Erde verschafft der Optik zwar eine leichte Abwechslung, die eigentliche Kontinuität wird dadurch jedoch stets ausgebremst.
So wird hier und da mit allerlei Waffen geballert, es kommen auch Laser- und Strahlenwaffen zum Einsatz und obgleich viel mit Lichteffekten gearbeitet wird, werden die CGI nicht zum Overkill und eher zurückhaltend eingesetzt. So sind die Pilots Typen unter Kostümen, während Greenscreen und praktische Effekte dominieren. Leider nicht bei den wenigen Splattereinlagen, die mehr als offensichtlich aus dem Rechner stammen. Einen deutlichen Pluspunkt bilden die sauber choreographierten, jedoch rar gesäten Zweikämpfe, bei denen erfahrene Leute wie Daniel Bernhardt, Yayan Ruhian und Cha-Lee Yoon beteiligt sind.
Trotz der offenbar überwiegend guten Laune am Set, welche den Outtakes im Abspann zu entnehmen ist, vollbringen die Mimen keine sonderlichen Glanzleistungen, auf physischer Ebene sieht das schon deutlich besser aus. Handwerklich ist hinsichtlich des eher überschaubaren Budgets nicht viel anzukreiden, die Geschichte leidet jedoch an kleinen Längen und offenbart keine wirklichen Überraschungen, wodurch der dritte Teil gegenüber den Vorgängern deutlich abfällt. Einigermaßen kurzweilig bleibt er trotz der Laufzeit von 114 Minuten dennoch.
6 von 10