Review

Es ist locker 15 Jahre her, das ich „Iron Eagle“ das letzte mal sah. Damals wirkte alles auf mich noch durchaus ansprechend. Eine nette Action-Geschichte um einen jungen Mann, der seinen Dad aus den Fängen böser Machthaber eines noch böseren Landes zu befreien versucht. Wie gesagt, so war es damals. Heute, mit vollbesitz meiner geistigen Fähigkeiten, stößt nicht nur die Tatsache sauer auf, das es sich beim „stählernen Adler“ um ein pathosgeschwängertes, Militär- und Patriotismus verherrlichendes Machwerk aus der Feder eines unterdurchschnittlichen Regisseurs names Sidney J. Furie handelt. In seiner Vita stehen unter anderem Filme mit Dolph Lundgren, Peter Weller, Michael Dudikoff und Ken Wahl. Natürlich alle aus der B-Fraktion. Dennoch gestandene Darsteller, die mit Sicherheit ihre Fans haben. Doch alles, evtl mit Ausnahme von „Direct Action“, war cineastischer Sondermüll. Selbst die vierte Verfilmung von Superman, die auf Sidney J. Furie's Konto geht, war so mies, das man es kaum glauben konnte.

Dennoch ist „Der stählerne Adler“ wohl sein bekanntester Streich. Genau in eine Zeit geboren, wo die USA nach solchen Filmen lechzte. Das Land war in einer Krise. Vietnam war noch nicht lange vorbei, da brauchte man im Kino sowas. Stumpf, hirnrissig aber die Amerikaner siegen.

Hat man sich also an das durchschnittliche amerikanische Klientel orientiert, baut man eine Geschichte auf. Die ist nicht wirklich schwer aus der Feder des Drehbuchautors geflossen. So braucht man aber Darsteller, die auch noch dazu in die Kinos locken. Louis Gosset Jr. bekam 1981 den Oscar für „Ein Offizier und Gentleman“. Somit damals durchaus ein guter Schauspieler für die breite Masse. Hinzu fügte man einen damals ebenfalls populären Jungdarsteller. Jason Gedrick (Zurück aus der Vergangenheit). Ein absolut grauenhafter Schauspieler mit grausamer Optik und null Sexappeal.


Die „Effekte“, sowie die Flight-Action sind für 80er Verhältnisse mehr als unterdurchschnittlich. Man beachte, das ein Jahr zuvor der durchaus gelungene „Top Gun“ entstand, der heute sogar zum Kultfilm der 80er avanciert ist. So wurde dem Film auch der essentielle, eigentlich vordergründige Pluspunkt geraubt. Die Story und die Darsteller waren eh schon fürn Allerwertesten. Da hätte man zumindest die Action hochhalten können. Die Explosionen der Fahrzeuge und Gebäude am Boden sind ebenso für einen grandiosen Lacher gut. Was hier explodiert wurde anscheinend im Kinderzimmer gebastelt. Furie scheint einen Heidenspass daran gehabt zu haben, „Scheiße in die Luft zu sprengen“. Denn das passiert hier. Plastik, Pappe und Modelle lassen hier ihr Leben.

Fazit


80er Jahre hin oder her. Hier wurde der Zuschauer für dumm verkauft. Hahnebüchene, dumme Story, miese Akteure, grauenhafte Dialoge und Effekte, die man so eigentlich niemals nennen darf. Nicht nur damals ein Rohrkrepierer, auch heute noch kaum genießbar. Im übrigen ist der Nachfolger, „Der stählerne Adler 2“ noch ein größerer Schlag ins Gesicht.

2/10

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