Heute in der Abteilung Filme, die besser sind als ihr Ruf: „Der stählerne Adler“ – auch wenn der Ruf hier extrem mies ist.
Doug Masters (Jason Gedrick) führt auf dem Luftwaffen-Stützpunkt auf dem sein Vater Ted (Tim Thomerson) stationiert ist, ein recht sorgenfreies Leben, auch wenn er und seine Freunde von den einheimischen Jugendlichen komisch betrachtet werden und als Army-Bälger verschrien sind. So beginnt „Der stählerne Adler“ als recht simple Teenager-Geschichte mit den typischen 80er Klischees, wobei hier Armeefaible und Patriotismus noch im Hintergrund bleiben.
Von einem einheimischen Jugendlichen wird Doug, der Flugstunden nimmt, zu einem Rennen aufgefordert: Er mit seinem Flugzeug gegen den Herausforderer auf seinem Motorrad. Wie jeder tapfere Außenseiter in einem 80er Jahre Film nimmt Doug an und gewinnt das Rennen (oder hatte irgendwer was anderes erwartet?). Dabei gibt es die beste Actionszene des Films zu sehen, die mit einem guten 80er Jahre Soundtrack untermalt ist.
Doch bald ziehen Schatten im Paradies auf, als Dougs Vater bei einem Flug abgeschossen wird und in Gefangenschaft gerät. Natürlich erweist sich die Arbeit der amerikanischen Führungskräfte als ungenügend, Papi bleibt in Gefangenschaft, soll exekutiert werden und Sohnemann erdenkt einen Plan, um ihn rauszuhauen. Er übt mit all seinem fliegerischen Können für die Befreiung, wobei er Hilfe Colonel Charles 'Chappy' Sinclair (Louis Gossett Jr.), einem alten Freund seines Vaters, bekommt...
Die Story von „Der stählerne Adler“ ist zwar recht temporeich von Sidney J. Furie in Szene gesetzt worden, aber unterm Strich Banane. Denn wirklich nur in den 80ern konnte man mit einem Film durchkommen, in denen ein minderjähriger Army-Bengel Horden mieser Gesinnungsfeinde des Westens in den Arsch tritt. So bleibt die Spannung auf dem Durchschnitt, während mit viel Patriotismus die Überlegenheit Amerikas gefeiert wird. Dennoch wird der Film aufgrund der routinierten Regie nicht langweilig und man das behämmerte Szenario teilweise vergessen.
Im punkto Action gibt es vor allem im explosiven Finale des Films einiges zu sehen, welches tolle Flugszenen und Luftkämpfe zu bieten hat und in dem es ordentlich knallt. Die beste Actionszene ist zwar das komplett unblutige Rennen in der Anfangsphase, aber auch diese Szenen können den Actionfan gut unterhalten. Untermalt wird das ganze mit einem typischen, aber sehr eingängigen 80er Jahre Soundtrack.
Die meisten Darsteller sind ziemlich unbekannt und ihnen dürfte der von Kritikern gehasste Streifen auch nicht viel gebracht haben. So liegen ihre Leistungen nur im durchschnittlichen Bereich. Lediglich Louis Gossett Jr. spielt gewohnt routiniert und kann aus dem Pulk unbekannter Akteure herausstechen.
Peinlicher Hurra-Patriotismus und eine eher schwache Story stehen tollen Flugszenen gegenüber – so bleibt „Der stählerne Adler“ unterm Strich immerhin noch Durchschnitt.