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Ein Science Fiction-Film mit Tom SPIDER-MAN Holland und Daisy STAR WARS Ridley, mit Mads REFERENZFILM EINTRAGEN Mikkelsen, von Regisseur Doug BOURNE IDENTITY Liman – und kaum jemand spricht darüber? Ja, für solche Filme sind Streamingdienste gemacht, hier lassen sie sich gut begraben und erzeugen immer mal wieder den einen oder anderen Klick, ohne das Ansehen der Beteiligten großartig zu beschädigen. 

Der Film, der auf dem Papier mit Cast & Crew nach eindeutigem Blockbustermaterial aussieht, hat einen Metascore von 38 und eine Nutzerbewertung von (immerhin) 5.7 auf der IMDb. Was also ist schief gelaufen? 

Zuallererst natürlich – wie eigentlich immer – das Drehbuch: Da gibt es einen Planeten, der vor einiger Zeit wohl mal von Menschen besiedelt wurde, allerdings gibt es wohl böse Aliens, die alle Frauen getötet haben. Ach ja, und durch die besondere Atmosphäre des Planeten werden alle Gedanken seh- und hörbar. Nur nicht die von Frauen. Hmm. Nun bruchlandet Viola (Ridley) mit ihrem Scout-Raumschiff hier, tut sich mit dem jungen Todd (Holland) zusammen und wird vom bösen Bürgermeister (Mikkelsen) gejagt. Ungefähr den ganzen Film lang. Viel mehr Story gibt es nicht und auch die Figuren bleiben eindimensional und uninteressant, da hilft auch das Starcharisma nicht. 

Ein weiteres großes Problem ist die Inszenierung: Liman, eigentlich ein fähiger Actionregisseur, dem wir u. a. EDGE OF TOMORROW verdanken, lässt seine männlichen Protagonisten die ganze Zeit mit bläulichen Denkwolken durch die Gegend laufen, zudem ist die Tonspur ständig von ihren Gedanken zugekleistert. Das ist am Anfang interessant und auch witzig, nervt aber nach 10 Minuten ohne Ende. Zudem ist die Action enttäuschend öde inszeniert. 

Interessant wäre gewesen, wie das Ganze als Charlie Kaufman-Vehikel ausgesehen hätte. Der Autor von BEING JOHN MALKOVICH und ADAPTATION war nämlich mit einer ersten Drehbuchfassung am Start, bevor das Projekt durch ein halbes Dutzend weitere Drehbuchautoren „verfeinert“ wurde.

4.5/10

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