Review

„Ladykracher“ in vielschichtiger

Karo Herfurth ist mit „Wunderschön“ (und seinem Nachfolger) auf deutsches Kinobesuchergold gestoßen - aber das zum Glück nicht auf Kosten der filmischen Qualität… In „Wunderschön“ erzählt sie aus dem Leben von einer Handvoll deutscher Frauen, die alle mit ihrem Aussehen, Liebe, Leben und Lust hadern… 

„Männerherzen“ in sensibler

„Wunderschön“ umschifft nicht jedes Klischee und jeden deutschen Kinokitsch - aber das zum Teil fast schon ganz bewusst, um fast alles das mit Anlauf zu unterlaufen und für sich zu nutzen! Karoline Herfurth verbindet Intimität mit Massengeschmack, versetzt Bekanntes mit enormer Ehrlichkeit und beleuchtet moderne Weiblichkeit von erstaunlich vielen Seiten - und zeigt somit einmal mehr, dass sie zu unseren besten und feinfühligsten, mutigsten Regisseurinnen zählt! Das wird nie zu schmalzig, Happy Ends wirken nie zu garantiert, ihre Freundinnen bzw. das komplette Ensemble spielt natürlich und immer mit Chemie, egal wer da gerade auf wen trifft. Männer werden nicht nur als Machos, Ärsche uns Idioten dargestellt. Und für solch einen ineinandergreifenden (Fast-)Episodenfilm fällt erstaunlich kaum eine Story bzw. kaum ein Schicksal ab. Nora Tschirner bzw. ihr persönliches Charakterdrehbuch hat ein paar Aussetzer. Sie ist bei mir immer Love or Hate, dazwischen geht wenig. Und vielleicht ist „Wunderschön“ am Ende doch noch etwas zu lieb und freundlich und eben wunderschön, könnte ruhig noch bissiger und bitterer sein für meinen Geschmack - aber gekriegt hat mich das Teil trotzdem die meiste Zeit mit Schmackes, Schönheit und Seele! 

Was Frauen schon immer (nicht) wollten und sich nicht zu sagen trauten…

Fazit: Frauenherzen, Frauenschmerzen, Frauenpoperzen… „Wunderschön“ hat zwar seine Klischees und „filmdeutschen“ Macken… Aber er setzt dem mehr als genug an Herz, Tiefe und Echtheit entgegen! 

Details
Ähnliche Filme