Review

Mit Wunderschön liefert Regisseurin Karoline Herfurth einen feinfühligen sowie sehr gelungenen Film über die Rolle der Frau in unserer heutigen Gesellschaft ab und vor allem die Erwartungen der (Männer) Welt an dieser.


Fünf Frauen unterschiedlichen Alters sind mit ihrem Selbstbild und den Ansprüchen von sich und anderen konfrontiert:

Frauke findet sich in ihren Fünfzigern nicht mehr begehrenswert und fühlt sich von ihrem Mann Wolfgang nicht wahrgenommen.

Ihre Tochter Julie will als Model Karriere machen und versucht mit allen Mitteln, ihren Körper dem Schönheitsideal der Branche entsprechend zu formen.

Leyla, die übergewichtige Tochter von Julies Managerin, fühlt sich so, wie sie ist, von ihrer Mutter nicht angenommen.

Julies Schwägerin Sonja hadert nach zwei Schwangerschaften mit ihrem veränderten Körper und gerät in eine Lebenskrise. Als Mutter setzt sie sich stark unter Druck, doch ihr Mann Milan scheint das nicht wahrzunehmen.

Sonjas beste Freundin, die Lehrerin Vicky, vermittelt ihren Schülerinnen und Schülern, dass Äußerlichkeiten nur ein kleiner Teil dessen sind, was Menschen ausmacht. Sie ist der Überzeugung, dass Frauen und Männer sich niemals auf Augenhöhe begegnen können. Das spürt auch ihr Kollege Franz, der nach einer erotischen Begegnung mit ihr eine gleichberechtigte dauerhafte Beziehung zu ihr aufbauen möchte


Getragen von einem tollen Cast überzeugt Wunderschön zudem mit seinen treffenden Dialogen, ohne das man den Film irgendeine Form von Männerfeindlichkeit unterstellen könnte. Dazu kommt ein sehr guter Soundtrack, der sich wunderbar harmonisch in den Film einfügt.

9 Punkte letztendlich für einen vollkommen zu Recht an der Kinokasse sehr erfolgreichen Film, der damit zeigt das sich Anspruch und finanzieller Erfolg nicht zwangsläufig ausschließen müssen. 

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