Review

„Die Asse der stählernen Adler“ ist qualitativ besser als die beiden Vorgänger, auch wenn er etwas schwer in Fahrt kommt.
Chappy Sinclair (Louis Gossett Jr.) und seine Freunde Horikoshi (Sonny Chiba), Ernst Deichmann (Horst Buchholz) und Palmer (Christopher Cazenove) fliegen in antiken Maschinen aus dem zweiten Weltkrieg für eine Flugshow. Gleich zu Beginn gibt es ein nettes Scheingefecht, welches sich ziemlich gut goutieren lässt und einige sehr tolle Flugstunts bietet.
Derweil hält der böse Ex-Nazi Kleiss (Paul Freeman) ein ganzes Dorf unter seiner Kontrolle und lässt die Bewohner Drogen herstellen und abpacken. Die Familie des Bürgermeisters sind alte Freunde von Sinclair, so dass dieser geschockt ist, als er erfährt, dass der Sohn der Familie beim Schmuggeln von Drogen mit seinem Flugzeug abgeschossen wurde. Die Story ist anfangs etwas wirr, denn das Durcheinander um korrupte Armeepiloten, unfreiwillige Dealer und geheime Drogencamps wird nur langsam mit ausreichenden Erklärungen versehen.

Doch Anna (Rachel McLish), die Tochter des Bürgermeisters und Schwester des getöteten Piloten, kann sich befreien und erzählt Sinclair von der Notlage. Nun kann dieser sich auch einen Reim darauf machen, warum sein Kumpel Drogen in den Reservetanks hatte. Doch kaum jemand glaubt Sinclair und keiner will den Dorfbewohnern helfen. Chappy und seine Freunde beschließen eine eigenmächtige Rettung in ihren antiquierten Maschinen...
Machte schon Teil zwei auf Verbrüderung, so wird hier vollkommen des Kriegsbeil begraben. Die vier Helden stammen aus den unterschiedlichen Kriegsnationen (darunter die Erzfeinde in Ami-Filmen, Deutsche und Japaner), so dass der Nazi Fiesling gar nicht ins Gewicht fällt (löblicherweise unterscheidet „Die Asse der stählernen Adler“ zwischen Deutschen und Nazis).
Die Story beginnt als etwas wirrer Drogenkrimi und enttäuscht mit etwas mangelhaften Erklärungen. Doch sobald man klar durch die (zugegebenermaßen etwas konstruierte und seltsame) Story durchblickt nimmt auch das Tempo zu und schließlich endet der Film in einem ordentlichen, langen Gefecht. Spannung gibt es zwar wenig, aber der Plot wird durch den schwarzen Comedic Sidekick TV () aufgelockert.

Die Action besteht aus Flugszenen und Bodengefechten, wobei das meiste erst im ausgiebigen Finale vorkommt. Doch die Flugszenen sind sehr spektakulär (besser als in den Vorgängern) und können überzeugen. Auch die Feuergefechte sind von Bondregisseur John Glen ordentlich in Szene gesetzt worden, auch wenn die Shoot-Outs nicht aus der Masse des Genre herausstechen.
Louis Gossett Jr. gibt den alten Haudegen routiniert ohne groß zu schauspielern. Auch Sonny Chiba punktet mehr mit Legendenstatus als mit Schauspielkunst, aber dafür sind Horst Buchholz, Paul Freeman und Christopher Cazenove ziemlich gut. Rachel McLish bleibt als typische Bodybuilderin im Film blass.

Was als leicht wirrer Drogenkrimi beginnt, wird zu einem netten Actionfilm, den Genrefans sich ohne Bedenken mal ansehen können.

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