Review

Inhalt:

Shanghai in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die korrupte Oberschicht der Stadt lebt in Angst vor dem maskierten und tollkühnen Dieb "The lizard"..., der auch für die Polizei ein nicht greifbares Phantom darstellt!
"The lizard" nimmt den Reichen...., und gibt den Armen..., so wie einst Robin Hood in England!

Die Polizei Shanghais um deren überforderten und feigen Chef Jia (Ku Man-Chung) ist schier am verzweifeln...., und sie steht unter einem gewaltigen Erfolgs-Druck hinsichtlich der Ergreifung von "The lizard"! Ein neuer Chief..., der so listige wie auch korrupte Chen Kan (Lo Lieh), welcher sich Mädchen die in die Prostitution gezwungen werden, zuvor vorführen lässt, und mit dem Spielhöllen-Chef King Yun Bao (Ma Chien Tang) kollaboriert, soll endlich das gesuchte Phantom dingfest machen!

"The lizard"..., das ist ein kleiner, stotternder Mann, der... für die Polizei arbeitet! Cheng Long (Yue Hua)..., der seine Umwelt täuscht..., über eine erstaunliche Intuition und ein feines Gehör verfügt, mit dem er mitunter die Spielbank sprengt.... ER ist der händeringend Gesuchte!
Er ist zudem mit der Enkelin seines Polizei-Kollegen Yo Tien Biao (Yang Chih Ching), Xiao Yu (Connie Chan), befreundet. Und die junge Dame ist alles andere als dumm, und zudem eine excelente KungFu-Kämpferin.

Als wieder ein Coup für "The lizard" ansteht, und er der kompakt gebauten Gattin (Lydia Shum) von Jia die Juwelen entwenden will..., geht dies beinahe schief...! Und Cheng Long kann so gerade eben Chen Kan entkommen!
Und Xiao Ju wird letztendlich die doppelte Identität Cheng Long´s gewahr...., und informiert auch ihren Großvater und den Diener Yu Xiao Fu (Cheng Hong)!

Dann erfährt alles ein ungeahnte Wendung...., denn Chen verguckt sich in die hübsche Xiao Ju..., will sie heiraten, doch ist sie schon Cheng Long versprochen. Darauf hin arrangiert King Yun Bao für Chen Kan die Verhaftung Cheng Long´s als vermeintlicher "The lizard", der er ja tatsächlich auch ist. Cheng landet hinter Gitter!

Yo Tien Biao und Xiao Ju greifen nunmehr zu einer List! Um die Unschuld Cheng Long´s zu beweisen...., tritt Xiao Ju selbst als "The lizard" in Erscheinung!
Und Cheng Long kommt nach diesem Verwirrspiel tatsächlich frei!
Doch Chen Kan .... er gibt sich nicht damit zufrieden..., er weiß letztendlich, dass Cheng Long, Yo Tien und Xiao Ju hinter "The lizard" stecken..., es entbrennt ein gnadenloser Kampf..........


Fazit:

"The lizard"..., so lautet der Titel dieser etwas langatmigen Eastern-Komödie Chu Yuan´s, die dieser im Jahre 1972 für die Studios der Shaw Brothers in Szene setzte.
Der Film gefiel mir nach dem Ende, welches an Dramatik zulegte, doch ziemlich gut...., insgesamt betrachtet jedoch nur sehr bedingt.

Die Handlung dieses Films zieht Chu Yuan an langen Fäden durch...., es wird viel dialogisiert, Männer verzweifeln, Frauen werden hysterisch..., die Ermittlungen überforderter Cops ziehen sich hin. Zwar kann Chu Yuan durch einige KungFu-Fights und den Ankündigungen des Phantoms hinsichtlich der genauen Uhrzeit wann es zuschlägt und somit den Cops die Gelegenheit gibt sich darauf vorzubereiten, die Sache etwas auflockern. Doch angesichts von über 100 Minuten Laufzeit überwiegte doch ein etwa zu subtiler Aufbau, sprich langatmiger Stoff.
Auch ist die Grund-Idee eines unscheinbaren, stotternden Mannes, dem keiner zutrauen würde, ein lange gesuchtes und als gefährlich eingestuftes Phantom zu sein, dieses aber doch tatsächlich ist, zwar gut gewählt. Doch verheddert sich Chu Yuan etwas in einem umständlich geratenen Plot, der kein "Who dunnit" beinhaltet, der Betrachter weiß alsbald, wer "The lizard" ist.

Erst in den letzten 20 Minuten legt die Sache an Dramatik zu..., bekommt mit der KungFu- und Schusswaffen-Action die Sache Drive...., und mündet letztendlich etwas konstruiert aber eben denn doch in ein dramatisches Finale. Das konnte denn letztendlich etwas für manch langweilige Passage zuvor entschädigen.

Wie auch die Darsteller, die sich redlich mühen. Die in den 60ern in Hongkong sehr populäre Schmonzetten-Schauspielerin und Schlager-Sängerin Connie Chan ist hier erst- und einmaligst in einem Streifen der Shaw Brothers zu sehen. Und ich war doch sehr über ihre kämpferischen Fähigkeiten, ihr Können im KungFu überrascht. Wirklich gekonnt...., sehr agil meistert Connie hier ihre Action-Szenen...., und mühte sich auch sonst tapfer.

Yue Hua, er spielt die Titel-Rolle, grundsolide...., nicht mehr aber auch nicht weniger. Besser war hier der villain des Streifens..., ein hier ausgezeichneter Lo Lieh.
Verschlagen, gerissen, sexistisch und brutal. Das ist sein Rollenbild hier, welches er mit viel Routine auszufüllen verstand. Lo Lieh...., hier ist mal der villain der eigentliche Star!

Der Rest des Ensembles..., na ja, bemüht und grundsolide..., die Schwächen liegen ja auch eher im umständlichen Script. Dem Film fehlt leider auch die typische Shaw-Atmosphäre. Ja, alles indoor, aber dieses Shanhai der Twenties..., mit Backstein-Gemäuern, Gitter-Toren, einer Spielhalle und Plüsch-Salons, atmosphärisch wenig zündend und etwas altbacken für meinen verwöhnten Shaw-Gaumen.

Die KungFu-Fights dieses Streifens...., rasant und durchaus hart. Connie kann gar wie erwähnt hier überzeugen, auch Yue Hua, und Lo Lieh eh, Shaw-Anhänger wissen was er kann.
Das ganze hätte den Streifen noch mehr durchziehen sollen, Chu Yuan hätte den Plot mehr raffen und der Action breiteren Raum geben müssen.... hätte, hätte, hätte.
Hat er denn ja auch, aber erst im knappen letzten Viertel seines Streifens, als man denn doch gebannter als zuvor auf den Bildschirm blickte.

"The lizard", kein Meilenstein im Kanon Chu Yuan´s, spätere Streifen des Regisseurs, als er in die Martial World mit den KungFu-Granden Shaw´s eintauchte, gefielen zumeist besser.

"The lizard", zu mehr als sehr knappen 6/10 Punkten kann ich mich nicht durchringen...

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