Review

Scarlet Witch ist eine der mächtigsten Marvel Charaktere überhaupt, die mit ihrer Chaosmagie und Fähigkeit der Gedankenmanipulation beinahe jeden Gegner bezwingen kann. Die Mini-Serie liefert viele großartige Schauspieler, tolle Effekte, Stimmung, Atmosphäre, Kostüme und Kulissen. Die größten Schwachpunkte sind jedoch die Story und der Erzählstil in den ersten 5 Folgen, welche überwiegend als Sitcom abgedreht sind. Was anfangs wie ein Späßchen und witzige Idee daher kommt, nervt nach einer Weile extremst. Man fühlt sich verhöhnt. Eine Aneinanderreihung von platten, niveaulosen und kitschig unnatürlichen Szenen verlangt dem Zuschauer einiges an Toleranz und Geduld ab. Ab Mitte der Serie liefert sie dann einiges, wofür Marvel Fans brennen. Leider auch davon eher zu wenig und kaum etwas Neues. Es wirkt wie ein experimentell künstlerischer Aufguss, der sich für "die Quote" an bekannten Elementen und Charakteren bedient. Diese Serie schaut man sich bestenfalls genau einmal an, sie ist höchstens durchschnittlich. Es liegt nicht an den Darstellern. Die Geschichte gibt einfach sehr wenig her. Es geht grundsätzlich um die Bändigung eines verzauberten Territoriums, Befreiung von Geiseln und die Bewältigung von Traumata gespickt mit ein paar Kämpfen.

Fazit: Aufwendig produziert, aber dennoch inhaltlich recht schwach. Mehrere Akte der Geschichte sind vollkommen sinnlose Inszenierungen. Für Fans einen Blick wert, aber kein Must-See. (5/10).

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