Clea DuVall liebt Weihnachtsfilme, hat sich als lesbische Frau darin aber nie repräsentiert gefühlt. Was sie mit ihrem eigenen Weihnachtsfilm änderte. Harper (Mackenzie Davis) & Abby (Kristen Stewart) sind schon einige Zeit ein Pärchen. Da Abby niemanden hat, mit dem sie Weihnachten feiern kann (& eigentlich auch gar nicht will), lädt Harper sie ein, die Festtage zusammen mit ihren Eltern zu verbringen. Die Haken: Sie hat sich noch nicht geoutet, ihre Familie steckt mitten im Wahlkampf & mit ihrer älteren Schwester liegt sie im Clinch.
Zu Beginn macht das Versteckspiel noch Laune, aber mit zunehmender Laufzeit kriegt man aufgrund Harpers eigentlich unentschuldbarem Verhalten einen dicken Hals & beginnt gar zu hoffen, dass Abby sie in die Wüste schickt. Auffällig ist, dass kein Gag unter die Gürtellinie zielt, nicht mal in die Nähe davon, wobei die lustigen Momente eher Schmunzler als Schenkelklopfer sind.
Was den Streifen dennoch sehenswert macht, ist der sympathische Vibe, der sich trotz Harpers Verhalten durch den Film zieht, sowie die tollen Darsteller & Figuren, obwohl etwas mehr Chemie zwischen den Protagonistinnen wünschenswert gewesen wäre. In größeren Nebenrollen glänzen u. a. Alison Brie, Aubrey Plaza, Mary Holland, Mary Steenburgen, Dan Levy & Victor Garber. Hätte man mehr draus machen können, klar, geht aber voll okay.