Renny Harlin serviert uns mit „Mindhunters“ das fröhliche Sterben nach dem bekannten „Zehn-kleine-Negerlein“-Prinzip und setzt dabei auf Tempo und schicke Optik. Der Thriller bietet zwar keine sonderlich großen Überraschungen, kann aber beim Ratespiel nach dem Killer über die volle Laufzeit unterhalten.
Sieben angehende FBI-Profiler und ein erfahrener Detektive sollen bei einer Simulation einen Serienkiller dingfest machen. Doch schon bald schlägt ein echter Killer zu und dezimiert nach und nach die Auszubildenden…
Das altbekannte Prinzip der Dezimierung einer Gruppe, bis am Ende höchstens zwei übrig bleiben, die meistens von Beginn an den Stempel „Survivor“ auf der Stirn tragen.
Ganz so offensichtlich ist die Auflösung hier aber nicht ausgefallen und Verdächtigungen und Misstrauen innerhalb der Gruppe rücken immer wieder einen anderen Verdächtigen ins Licht.
Die Morde fallen teilweise recht phantasievoll und brutal aus, auch wenn das genaue Timing mit den eingestellten Uhren ein paar logische Schwächen mit sich bringt.
Atmosphärische und spannende Momente erzeugt Harlin von Beginn an, bereits die erste Simulation, bei der Slater (der später als erstes Opfer eiskalt serviert wird) und Morris durch schön morbide Kulissen schleichen, ist nett anzuschauen und auch im Verlauf sorgen ein paar Blaufilter und die verlassene Stadt mit einigen Puppen darin für angenehmes Gruseln.
Gegen Ende nimmt der Actionanteil ein wenig zu und bringt noch ein paar solide choreographierte Fights mit sich, die bei einem Showdown im Wasser enden.
Neben Christian Slater gibt es auch ein Wiedersehen mit dem etwas aufgedunsenen Val Kilmer, der später komplett in den Seilen hängt und L.L. Cool J, der sich mittlerweile als ernstzunehmender Darsteller etabliert hat.
Die restlichen Typen agieren zumindest passabel.
So hat es Renny Harlin also wieder geschafft, nach diversen Gurken mal wieder einen ansprechenden und vor allem durchweg unterhaltsamen Streifen abzuliefern.
Zwar kein Meisterwerk, aber grundsolide.
7 von 10 Punkten