Eine Gruppe angehender Profiler wird auf eine abgeschiedene Insel verfrachtet wo sie einen unechten Fall lösen sollen, der "Gegner" heisst "Der Puppenspieler". Alles fängt verhältnismäßig ruhig an, bis eine tote Katze im Duschraum für Aufsehen sorgt. Als dann auch noch der erste aus dem Team durch eine Falle zu Tode kommt bricht leichte Panik aus. Man sucht die ganze Insel nach dem vermeintlichen Täter ab, doch man findet nichts. Als dann der 2. Todesfall einsetzt wird klar: Es kann nur einer aus dem eigenem Team sein. Misstrauen macht sich breit - die Lage eskaliert.
Der Film "Mindhunters" ist ein spannender Thriller mit einer Vielzahl an wirklich kreativen Fallen und Morden. Die Spannung im Film steigt zunehmend, der Zuschauer schwankt mit seinen Vermutungen wer der Mörder sein könnte hin und her, die Panik unter den Betroffen wird - zumindest zum Teil - gut rübergebracht. Und diese Spannung, besonders am Ende wo nur noch ein Viertel der ursprünglichen Profiler-Zahl übrig ist, wird durch eine hollywoodmäßige Klopperei zwischen zwei der Profiler vollkommen runtergezogen. Von da an ist der Film auf dem Punkt 0, und wird durch einen Scream-ähnlichen Dialog mit dem fanatischen Täter tief in den Minusbereich gerissen. Das "Finale" in einem Wassertank wirkt bescheuert, Leute denen Feuerlöscher über den Kopf gezogen wurden tauchen wieder auf als waren sie sich nur mal kurz 'ne Bratwurst holen gewesen.. Die letzten 15 Minuten des Films sind so dermaßen dämlich, stumpf, und langweilig das sie den ganzen Film runterreißen. Ein Ende bei dem alles in die Luft fliegt (einfach mal so, wär ja auch typisch Hollywood) und keiner überlebt, wäre garantiert besser gewesen als so ein Schmarn. Die Schauspieler wirken zum Teil glaubwürdig, viele bringen aber auch 0 Atmosphäre rüber. Die Orte sind schön dargestellt, die Actioneinlagen passend. Doch dennoch bleibt der Film (mitunter durch das Ende) ein klassischer Hollywood-Popcorn-Streifen den man sich einmal, vielleicht auch zweimal zum Rumknutschen und Kuscheln mit der Freundin ansehen kann, danach schläft man spätestens nach dem ersten Mord ein.
6/10 - teilweise einfach zu stumpf und Genre-typisch/klassisch