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Ein starker, realistisch wirkender Katastrophenfilm aus Norwegen. Der emotionale Unterbau (verwitweter Feuerwehrmann (Thorbjørn Harr) mit entfremdeter Teenager-Tochter Elise will Weihnachten gemeinsam mit neuer Partnerin feiern) ist dürftig, erfüllt aber seinen Zweck. Denn natürlich ist Elise (Ylva Fuglerud) bei der Katastrophe mittendrin statt nur dabei.

Ein Tanklastwagen crasht ca. drei Kilometer nach Einfahrt in den Tunnel, es kommt zu einer Explosion. Das ist schon schlimm, doch die Auswirkungen sind fatal. Die giftigen Rauchschwaden breiten sich durch den gesamten, mehrere Kilometer langen Tunnel aus, wo die Menschen im Stau feststecken. Eine ausweglose Situation, denn, wie uns ein Text zu Beginn informiert, haben in Norwegen die meisten Tunnel keine Notausgänge oder Noträume.

Dass so etwas ähnliches im Jahr 2000 in Österreich passiert ist & 155 Todesopfer forderte (der Brand in der Gletscherbahn Kaprun 2) macht die Situation im Film noch beklemmender & unangenehmer, wobei sich Regisseur Pål Øie neben dem großen Ganzen natürlich auf ein paar Einzelschicksale beschränkt. Als Kontrast zur klaustrophobischen Enge des Tunnels bekommen auch die Helfer draußen genug Zeit spendiert, was für zusätzliche Dramatik sorgt. Einer der besseren Filme des Genres.

7,5/10

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