Review

Einfaches Ekelkino


„Cyst“ bringt ähnlich wie vor ein paar Jahren „Stung“ grundsympathisch das Creature Feature-Flair der frühen 60er (und natürlich auch 80er) zurück, wenn eine wunderschön handgemachte Monsterzyste ein hungriges Eigenleben entwickelt und eine kleine, kaschemmige Schönheitsklinik in Aufruhr versetzt…

Mal gerade etwas über eine Stunde lang, mit der immer wieder und immer noch süßen Eva Habermann besetzt, gespickt mit Pfui, WTF?! und Igitt. Als Jugendlicher hatte ich starke Akne im oberen Rückenbereich, die regelmäßig ausgedrückt und ausgebrannt (!) werden musste - da lacht es sich gleich nochmal lauter wenn man „Cyst“ ploppen hört! Erinnerungen an „Basket Case“, „Der Blob“ oder „Elmer“. Oft dermaßen unlustig, dass man schon wieder kaum böse sein kann. Von Ausschlag über Pickel bis zur Maxizyste - da kriegt man positiv Plack, Herpes und Juckreiz. Im Grunde nur ein Kammerspiel mit Eifer und Eiter - aber ein gelungenes. Zumindest für seine Zwecke und den kurzen Hunger zwischendurch. Den man danach wahrscheinlich eher nicht mehr hat. Bodyhorror mit Augenzwinkern und ohne Allüren. Mir etwa zehnmal lieber als ein „Sky Sharks“, den selbst die holde Habermann nicht mehr retten kann. Das hier ist süßer Stuss. Nicht gut - aber mit Mut. Und George Hardy („Trolls“) gehört viel öfters so gefeiert! 

Fazit: eitrig, wund, geschwollen, spritzig. Cheesy und fiesy - „Cyst“ bleibt nicht lange und dennoch sind alle voller Schleim! 

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