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Bret Easton Ellis ist entweder ein sehr schlechter Drehbuchautor – oder er hat schlichtweg noch keinen Regisseur gefunden, der sein Skript adäquat auf die Leinwand zu bringen vermag. 

Die Motive aus Ellis’ Werk von Less than Zero über The Rules of Attraction bis The Informers finden sich in SMILEY FACE KILLERS alle wieder: die wohlhabenden Jugendlichen, die vom Rest der Welt seltsam isoliert scheinen, die Ausbrüche sadistischer Gewalt und die glatte Oberfläche, unter der eine nihilistische Grundstimmung immer spürbarer wird. Ja, Aspekte des Films können sogar als Vorboten auf Ellis’ kurz darauf veröffentlichten Roman The Shards gesehen werden. 

Dass Figuren, die auf den ersten Blick gelangweilt wirken, nicht langweilig sein müssen, zeigt Ellis in seinen Büchern. Doch die meisten Verfilmungen sind schlicht inhaltsleer und öde. Die einzige rühmliche Ausnahme stellt Mary Harrons AMERICAN PSYCHO dar – weil sie sich die Freiheit nahm, eine reine Satire aus dem Stoff zu machen. 

SMILEY FACE KILLERS wirkt bisweilen wie ein Indie-Amateurfilm, nur dass er dank Tim Hunters jahrzehntelangen Expertise aussieht wie eine professionelle TV-Produktion. 

Nach einer Stunde der Ödnis, die uns den Hauptcharakter kein Stück näherbringt, bricht dann im letzten Akt relativ unvermittelt eine gewalttätige Sekte über den Film herein. Doch mehr als ein billiger Thrill wird damit nicht erreicht. 

Nun ja, eine Verfilmung von The Shards ist bereits angekündigt.

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