2009.
Joe Jinno [ Kane Kosugi ]; früherer Navy Seal und jetzt in den Diensten der japanischen Regierung, setzt sich auf die Fährte des mit Blood Heat dealenden Gangbosses Lai Kenjin [ Masaya Kato ], und verliert dabei seinen Partner [ Sho Aikawa ]. Zusammen mit dessen Schwester und einer Untergrundbewegung macht er sich ins Musle Doom auf, einer illegalen und tödlichen Boxarena…
Ordentlicher, aber nicht alle Möglichkeiten ausschöpfender Actionflick, dessen Stärken eindeutig nur in den Actionszenen liegen, die darum aufgebaute Kleingeschichte allerdings ohne allzu grosse Schwächen und einigen guten Bildern präsentieren kann.
Wirklich Wert auf eine fundierte Handlung wird natürlich nicht gelegt, als roter Faden dient der Plot um Drogenhändler und geheimen Fight Clubs in der nahen Zukunft durchaus passabel, da ist man schon andere Kaliber [ Dorfbub geht in die Stadt, um Buddhakopf zurück zu holen z.b. ] gewohnt. Natürlich werden auch hier die zünftigen Klischees aneinandergereiht, zumindest kommt es dankensweise nicht zu einer möglichen Liebesgeschichte und allzu langweilig und zu plump werden die Dialogartefakte zwischendurch auch nicht.
Optisch hat man sich anscheinend auf die Arbeit mit unterteilten Filtern geeinigt, der Kontrast zwischen gelben, metallisch – blauen und dreckig – braunen Szenenabschnitten passt durchaus, untermalt wird das ganze mit einem gefälligen Score vom Takashi Miike Spezi Koji Endo.
Konzentriert wird sich allerdings natürlich nur auf die Action, und diese schwankt.
Die von Chan Man-ching [ MAGIC COP, FIGHT TO SURVIVE, MR NICE GUY ] und Sam Wong Ming-sing [ POLICE STORY 3 – SUPERCOP, WESLEY MYSTERIOUS FILE ] entwickelten Fights und Shootouts punkten ausgerechnet nur am Beginn, die beste Sequenz schliesst mit dem gewaltsamen Eintritt Joe Jinno’s in den Gangkomplex schon in der 30ten Minute ab. Da stimmt noch einfach alles, Schnittfrequenz, Kameraeinstellungen, ausgewählte Zeitlupen. Ausserdem hantiert man hier noch fleissig mit Effect Shots, während es später in den blanken Cagefights leicht dröge wird; sowieso wirkt ausgerechnet Ken Lo in seiner Aufmachung überhaupt nicht. Während bei diesem wahrscheinlich auch das fortgeschrittene Alter [ Lo wurde immerhin 48 dieses Jahr ] leicht nachteilig wirkt, vermögen die anderen Antagonisten auch nicht wirklich zu überzeugen; Masaya Kato war auch schon beeindruckender, der Hip Hop Aufzug zudem störend.
Hauptdarsteller Kosugi vermag seiner Rolle in den Kampfszenen durchaus Gewicht zu verleihen, für einen leading part muss er in Zukunft allerdings auch schauspielern lernen, zumindest einige Reaktionen ausser wütender Schmollmund beim nächsten, hoffentlich etwas knackigerem Streifen wären angebracht.