Als die junge Nonne Maureen versucht, sich das Leben zu nehmen und vom Dach zu springen, stößt sie unglücklicherweise dabei eine andere Schwester den Glockenturm hinunter die ihr helfen wollte. Völlig geschockt verlässt Maureen daraufhin das Kloster. Auf der Landstraße steigt sie zu dem jungen Draufgänger Duke ins Auto der aber Sex mit ihr haben möchte. Um ihm zu entkommen, flüchtet sie und kommt irgendwann zum „Bates Motel“- das aber genau von dem Mann geleitet wird da ihn Norman Bates- der Besitzer, in der Zwischenzeit als Assistenten angestellt hat. Als Norman selbst Bekanntschaft mit der schüchternen Maureen macht, verliebt er sich auf der Stelle und ist sichtlich verwirrt da sie Marion seinem Opfer aus Zimmer Nr. 1 damals, sehr ähnlich sieht. Es dauert nicht lange und die Mordserie beginnt von vorn.
Anthony Perkins übernahm diesmal nicht nur erneut die Hauptrolle, sondern nahm der Einfachheit halber auch gleich auf dem Regiestuhl platz. Seine Rolle des netten Psychopathen von nebenan beherrscht er ja in- und auswendig, zeigt jedoch eine wirklich tolle schauspielerische Leistung, Gestik, Mimik, da stimmt wirklich alles. Leider ist er der einzig wirklich interessante Charakter in dem Film, der Rest wird aus einem hinterlistigen Schmierlappen, einer nervtötenden Journalistin und einem naivem Seelchen zusammengesetzt, mit denen man nur schwerlich so etwas, wie sympathisieren kann. Psycho III ist irgendwie ein Film ohne nominellen Helden.
Die Handlung nimmt sich dabei zunächst sehr bedächtig aus, allerdings läßt der Film die Frage relativ lange offen, ob nicht doch jemand anderes als Bates mit der Oma-Perücke mordend durch das heruntergekommene Motel zieht. Jedoch als klar wird das "Mutter" doch immer noch der mentale Chef im Haus ist, zieht der Film etwas an Intensität an, ohne natürlich die Dichte von Hitchcocks annähernd zu erreichen. Vielmehr wird versucht durch erhöhtem Einsatz von Blut und Titten den Horroranteil zu erhöhen.
So richtig warm bin ich mit Teil 3 nicht geworden. Es ist sicher noch ein recht guter Film, schwankt aber recht unentschlossen zwischen Psychomystery und Slaher umher, um entweder für das eine oder andere Klientel besonders begehrenswert zu sein. Am Ende gibts natürlich wieder den Aufhänger um sogar noch einen vierten Teil ins Rennen zu schicken, aber wirklich gebraucht hätte es Psycho III eigentlich nicht.
6/10