Liebe überstrahlt Hass
Mann und Frau, Mutter und Vater, sitzen sprachlos am Tisch,
was versetze ihrer Beziehung und ihrem Leben einen solchen Stich?
Schnell wird klar, dass sie haben ihre kleine Tochter verloren,
eine wütende Patrone hatte sich ihrer auserkoren.
Einzigartig gezeichnet und unendlich emotional,
dringt dieser Kurzfilm ins Herz vor wie ein Strahl.
Voller Wehmut und Trauer, voller Schmerz und voller Fragen,
warum kann sich Amerika nicht von seinen unzähligen Waffen lossagen?!
Letzte Worte, eine flüchtige Nachricht, eine ahnungsvolle SMS,
setzt sich diese Message ganz tief bestimmt nicht nur in mein Mark fest.
„If Anything Happens I Love You“ braucht keine Worte oder große Gesten,
viel eher einfach nur eine Umarmung für den, der dir steht am nächsten.
Viel öfters sollte Netflix sowas holen zu sich,
wenige filmische Minuten dieses Jahr derart berühren konnten mich.
Ein Favorit für den Oscar im nächsten Jahr,
sollte Corona nicht auch diesem ausmachen den Gar.
Eine klare Aussage, ein nicht nur für Eltern schmerzhafter Blick,
dass noch immer Menschen gegen strengere Waffengesetze und ein Umdenken sind, ist für mich unverständlich bis sick.
Selten war ein filmischer Lichtblick derart traurig und emotional brutal,
für Betroffene und Trauernde könnte das sogar werden ein wenig sakral.
Sechs Worte die zerschellen jede Kugel, jeden Hass,
welche junge, verlorene Seele bringt wohl zum Überlaufen das weinende Fass?
Fazit: nicht nur ein paar der emotionalsten filmischen Minuten des Jahres sondern einer der besten animierten Kurzfilme der letzten Jahre. Eines der ganz großen Netflixfundstücke! Must-See! Vor allem für das schiesswütige Amerika...