Komödien-Super-GAU mit Ben Stiller und Jack Black in den Hauptrollen.
Story:
Tim (Ben Stiller) und Nick (Jack Black) sind schon ihr ganzes Leben die besten Kumpels, sowohl in der Schule als auch bei der Arbeit. Während Tim immer versucht, im bestmöglichen Licht dazustehen, macht sich Nick oft Gedanken über irgendeine revolutionäre Erfindung. Eines Tages ereilt ihn ein Geistesblitz: Wie wäre es mit einem Spray, das Hundekot in Luft auflöst. Während Tim skeptisch bleibt, verfolgt Nick seine Idee konsequent weiter. Und tatsächlich stellt sich für Nick schon bald der Erfolg ein und er schwimmt im Geld, während Tim in die Röhre schaut und sogar seinen Job verliert. Da wächst natürlich der Neid in ihm...
Ich will gar nicht bestreiten, dass die Story ein gewisses Potential besitzt. Da hätte man durchaus was draus machen können, wobei die Betonung auf hätte liegt. Das Resultat ist aber eine einzige Katastrophe und hat nicht wirklich was mit einer Komödie zu tun, eher mit einem harmlosen, furchtbar seichtem Familienfilm.
Das Szenario beim Dreh dürfte dann in etwa so ausgesehen haben: Der Regisseur hat zwei Top-Comedians (Stiller und Black), die eigentlich aus jedem Schwachsinn noch was Handfestes machen können. Er hat 2 weibliche Sidekicks (die zwar für die Story nicht unbedingt relevant sind, aber im Falle von Rachel Weisz zumindest nett anzusehen sind) und einen verschrobenen Penner (Christopher Walken), der immer zwischen gut und böse wechselt. Die Zutaten stimmen also im Prinzip. Dummerweise hat man im Drehbuch vergessen, auch hin und wieder mal ein paar Gags einzubauen, damit der Film die Bezeichnung "Komödie" auch verdienen würde. Denn was nützen schon die besten Comedians, wenn sie keine entsprechende Vorlage bekommen?
Zwar kann man während der 90 furchtbar langen Minuten ganz selten mal die Lippen zu einem Lächeln formen, für Witze, die zum Lachen anregen, reicht es aber hinten und vorne nicht. Sowohl Stiller als auch Black bemühen sich zwar nach Kräften, das beste aus dem Murks rauszuholen, aber scheitern daran (logischerweise) kläglich und bleiben somit ganz weit unter ihren Möglichkeiten. Besonders für Stiller ist das schon ärgerlich, da er mit "Zoolander" ja schon mal in so einer Gurke mitgespielt hat, die aber "Neid" so unglaublich es auch klingen mag immer noch übertrifft!
Was hätte man aus dem Thema Neid alles machen können. Stiller hätte im Verlauf des Filmes so eifersüchtig auf Black werden müssen, dass er mit allen Mitteln versucht, ihm seinen Reichtum streitig zu machen, dann wäre es lustig geworden. Aber nein, es bleibt beim harmlosen "ich-hätte-gerne-genauso-viel-Geld-und-Erfolg-wie-der-da-drüben"-Gesabbel ohne Biss und vor allem ohne Witz, geschweige denn Hand und Fuß. Was Christopher Walken da letztendlich zu suchen hatte, ist auch mehr als fragwürdig. Der hätte die beiden vielleicht gegeneinander ausspielen sollen, leider hat man aber auch diese Möglichkeit außen vorgelassen.
Fazit: Eine der lächerlichsten und unwitzigsten Komödien, die ich je gesehen haben. Reiht sich in den ewigen "Flop 5" direkt hinter "Natürlich Blond" ein und wird gefolgt von "Lucky Luke Gegen Die Daltons", "Stirb Nicht Zu Langsam" und irgendeiner x-beliebigen Meg Ryan-Romanze.
1 von 10 Punkten