Neid
Tim (Ben Stiller) und Nick (Jack Black) sind beste gute Freunde, Kollegen und Nachbarn. Als Nick der Träumer, allen Unkenrufen zum Trotz, mit seiner Erfindung um die Beseitigung von Hundekot zu unglaublichen Reichtum kommt, zweifelt Tim erst an sich selbst und dann an der Freundschaft. Grund dafür ist sein Neid auf alles was Nick von nun an passiert. Innerhalb von 18 Monaten ändert sich das Leben aller beteiligten, wobei Tim natürlich ganz klar der Verlierer zu sein scheint. Frau und Kinder reiben ihm immer wieder, gewollt oder auch nicht, die Hundekot-Idee unter die Nase. Die ganze Situation entlädt sich und Tim verliert an einen einzigen Tag seine Familie und seinen Job. Zweifelsohne soll der negative Höhepunkt aber die versehentliche Tötung von Nicks geliebten Pferd Chokky sein... Was nun?
Hier haben wir eine Komödie mit Tiefgang, weshalb natürlich keine Nonstop Slapstick-Comedy zu erwarten ist. Natürlich hat der Film etliche Brüller auf Lager, aber zu keiner Zeit sollte man sich so etwas wie „Verrückt nach Mary“ erwarten, denn dafür wurde dem moralischen Aspekt dann doch zu viel Spielzeit eingeräumt. Ausserdem ging man mehr auf den Charakter um Tim ein, welcher nach seiner Mordtat mit erdrückenden Gewissensbissen zu kämpfen hat. Die Bekanntschaft mit Jay (Christopher Walken) und dessen tatkräftige Unterstützung, scheinen dann auch die ganze Situation zu klären, doch die teilweise skurrile Entwicklung reitet Tim immer weiter in die Scheiße. Hauptthema bleibt natürlich immer der Neid bzw. die Habsucht und die Freundschaft von den beiden Hauptprotagonisten. Selbstverständlich wendet sich am Ende alles zum Guten, allerdings nur über 5 Umwege und Tim’s Erkenntnis dass alles zu Besitzen nur glücklich macht wenn man es teilen kann.
Fallarie, Fallara…
Ben Stiller ist wie immer grandios und hat mit Jack Black einen ebenbürtigen Partner. Es ist ein Spass zu sehen wie der Charakter um Ben Stiller seinen Neid in sich hineinfrisst und sich an gar nichts mehr erfreuen kann, während sein Gegenpart seine ganze Lebensfreude, geradezu verschwenderisch, zeigt. Man kann sich ohne weiteres mit beiden Charakteren identifizieren und hat deshalb doppelten Spass. Immer wieder erstaunlich finde ich Christopher Walken, der hier mal wieder beweist das er ganz eindeutig ne lustige Ader hat.
Beide Hauptdarsteller haben ganz sicher schon bessere Filme gemacht, doch ihr liebenswertes Auftreten im Film sollte man sich nicht entgehen lassen.