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3

Hatte mich auf einen spaßig-derben Exploiter gefreut, aber leider ist das eine Gurke. Der Einstieg ist interessant: Eine Frauenbande flieht aus dem Knast und eine Polizistin soll sich als Spezialagentin der kriminellen Truppe anschließen. Sie durchläuft eine Ausbildung mit Schieß- und Kampftraining usw. Ein paar humoristische Sprüche der gelungenen deutschen Synchro sorgen für etwas Amüsement. Aber dann geht man komplett vom Gas, und der Film verliert sich in öden Liebeleien und Geschwätz am Pool zu Cocktails. Kurzum: Es passiert nichts! Am Ende gibt es noch etwas ungelenkes Handkantengekloppe. Action auf Sparflamme, zu wenig nackte Haut, ein paar chauvinistische Macho-Sprüche – und das alles angenehm campy, aber mit gähnendem Erzähltempo und massivem Leerlauf. Die Maritim Pictures / Cargo Records DVD ist extrem asynchron, der Ton übersteuert und das Bild ist eine Katastrophe. Trotzdem besser als SchleFaZ.

4

Wenn die sich bei SchleFaZ Handkantenfurien, die reihenweise Männer vermöbeln, zur Brust nehmen, dann erweist sich das meist als keine so schlechte Wahl. SADOMONA hingegen fällt in der Sparte leider nur ins untere Mittelfeld, denn nach einem furiosen Start im Frauenknast sind die Actionszenen äußerst sporadisch gesät und die Kampfsporteinlagen wirken amateurhaft. Den deutschen Titel haben die sich damals komplett aus den Fingern gesaugt und mit der Synchro ist es noch viel schlimmer: Während manche Heuler von damals von den kessen 70er Sprüchen aus dem Tonstudio profitieren, ja sogar noch ein Stück weit aufgewertet werden können, reden diesmal die Akteure auf Deutsch nahezu aneinander vorbei, drehen sich verbal Minuten lang im Kreis und hauen einfach nur debile, nichtssagende Phrasen raus. Kann der Film an sich natürlich nichts für. Der größte Witz aber bleibt die ehemalige Indizierung.

6

Filme wie Sadomona frißt Tarantino mit Löffeln um sie dann dreist zu kopieren - dann doch lieber das Original! 

Eine junge Polizistin muß sich gegen die chauvinistischen Kollegen und eine Bande bikinitragender Killerinnen zur Wehr setzen, die sich unter anderem im Goldschmuggel betätigen. Dabei gibt es für alle Beteiligten ordentlich auf die Fresse.
Sadomona ist zwar kein Ultraknaller wie 'Deadly Angels', aber immerhin ein solides Partytape. Die deutsche Synchro pendelt zwischen grenzdebil und originell. Am besten haben mir die Szenen im Trainingscamp der teuflischen Frauen gefallen, wo die leichtbekleideten Amazonen wie die Tiere übereinander herfallen - angetrieben von der Chefin der Bande, einer fiesen alten Oma, die mich an die Mama in Muttertag erinnert hat.

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