Review
von Leimbacher-Mario
sumsizroxE
Was passiert wenn man „The Lodge“, „Der Exorzist“ und „Rosemarys Baby“ in einen gut gewürzten Shudder-Topf wirft? In etwa wohl „Anything For Jackson“, in dem ein altes, satanistisches Ehepaar eine schwangere Frau in ihrem Haus festhält bzw. ans Bett fesselt, um mit Hilfe von dunklen Mächten in das noch ungeborene Baby ihren eigenen verstorbenen Enkelsohn zu transferieren...
„Anything For Jackson“ erzählt vom Schmerz des Verlustes eines geliebten Menschen, von Aufopferung und Glauben, von Liebe zu Sohn und Satan. Ein okkulter Horrorfilm mit dunklem Humor als Unterlage, aber genug echtem Schrecken über allem, dass einem oft genug der Atem stockt. Von der ungemütlichen Beleuchtung bis zu fiesen Jumpscares, von erinnerungswürdigen „Dämonen“ bis zu erstaunlich profunden Themen, von routinierten Charakterdarstellern bis zu schrulligen, dennoch immer nachvollziehbaren Figuren. Audiovisuell gekonnt, vom Zeitmanagement eine Wucht, mit einigen echt unangenehmen Schocks, die mir ins Mark gingen zwischen Schmunzeln und Schaudern. Hier stimmt das Gesamtpaket einfach. Traurig. Schaurig. Kauzig. Launig. Man bekommt trotz einigen eleganten Lachern das Gefühl des puren Unbehagens nie auch nur ansatzweise los...
Fazit: ich sag’s gerade raus: „Anything For Jackson“ kann höllisch Angst machen, unterhält aber viel zu gut um allzu lange die Augen zu schließen oder gar auszuschalten. Einer der besten Shudder-Exklusivtitel bisher. Spannend bis verstörend. Eine runde Sache aus dem neunten Kreis der Hölle.