Review

Familiäres Feel-Good-Fussballfest

Nachdem Taika Waititi Hollywood im Sturm erobert und es dort auch etwas übertrieben hat (s. „Thor: Love & Thunder), geht er nun zurück zu seinen Wurzeln und entzückt/langweilt uns mit einer klassischen, sicheren Sport-Außenseiter-Exoten-Komödie über die wahrscheinlich schlechteste „professionelle“ Fußballmannschaft aller Zeiten, dem Team aus Amerikanisch-Samoa, das sich nur eine Aufgabe gesetzt hat - das erste Tor ihrer Geschichte zu schießen… 

Tore, Typen & Träume

Waititi hat den Humor, die Musik und die „wahre“ Grundlage. Eigentlich spricht nicht viel gegen das Funktionieren von „Next Goal Wins“. Und er funktioniert auch. Aber eben sehr by the book. Die exotische Location hilft. Was für eine idyllische, famose Insel! Fassbender kauft man den abgehalfterten Alki-Trainer ab. Er scheint momentan ja wirklich etwas kaputt und leer zu sein. Vielleicht hat ihm dieser Urlaub auf diesem tollen, grünen Fleck Erde gut getan. Hoffentlich. Nichtsdestotrotz ist „Next Goal Wins“ eine Fingerübung für fast alle Beteiligten und sein Subgenre. Safe, sympathisch, süß. Aber nie mehr als die Summe seiner Teile. Berechenbar und etwas beliebig. Auf heiterem Niveau. Viel mehr gibt’s dazu nicht zu sagen. 

Fazit: auch wenn Waititi Amerikanisch-Samoa bestimmt am Herz liegt… „Next Goal Wins“ bewegt sich kaum heraus der Komfortzone, die etwa „Cool Runnings“ schon vor 30 Jahren aufgemacht hat. Für einen leeren Sonntagnachmittag. Nett und ungefährlich. Keine Fallhöhe. Keine Verluste. Nicht so lustig wie er sein müsste. Im Grunde doch nicht mehr Waititis Anspruch… oder? 

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