Godzilla vs. Destoroyah war für mich als Godzilla-Fan eigentlich eine Enttäuschung. Was kann einem an einem Godzilla stören, erwartet man doch billige Kulissen, eine wahnwitzige Story und keine wirklich großen Neuerungen oder gar schauspielerische Leistungen von irgendjemand.
Der Film schafft es IMHO "zu nerven". Es läuft zwar eigentlich alles nach "bewertem Rezept" (Godzilla taucht auf, fängt an Gebäude einzuebnen) und die Effekte sind auch durchweg besser als bei den "alten Folgen".
Aber der Film hat deutliche Schwachstellen. Die stärkste ist das "Techno-Babbel" mit dem versucht wird eine möglichst gute Erklärung für "Destoroyah" an den Haaren herbei zu ziehen. Sicher, ALLE Erklärungen für JEDES dieser Monster ist haarsträubend, aber die ganze Geschichte um den "Mikrosauerstoff" macht einfach gar keinen Sinn. Nichtmal für einen 5-jährigen. Und dieser "Mikrosauerstoff" hat laufend andere Effekte. Ebenso die "innere Kernschmelze" Godzillas.
Die Zeit bis zur eigentlichen Monsterprügelei (auf die wohl jeder wartet) dauert nochmal länger weil erst alle Nase lang über Kernschmelzen und Mikrosauerstoff gefaselt wird. Für die "Kernschmelze" wird dafür gerne immer wieder mal "beeindruckende Computergrafik" eingespielt. Als "Nebenhandlung" haben wir Wissenschaftler und Reporter die über die "moralischen Aspekte" des "Wieder-Erfindens" des Oxygen-Zerstörers debatieren, weil es ja angeblich "die allerschlimmste Waffe von allen (tm)" ist.
Ebenfalls mit von der Partie eine kleine Jagdszene auf noch etwa 3-Meter großes Destoroyah-VorFormMonster welche sich ein lustiges "Hasch-mich" mit einer japanischen Sondereinsatzkommandoeinheit liefert.
Alles Dinge die man eingefügt hat um das ganze wohl mehr wie einen Film wirken zu lassen... aber treibt den Plot auch nicht so sehr voran.
Mein persönliches Fazit: Wenn sie die Wahl haben zwischen diesem Godzilla und noch einem anderen den man noch nicht kennt... nehmen sie versuchsweise den anderen. Auch wenn er ihnen schlecht vor kommt... sie haben es zumindest versucht.