Godzilla taucht mal wieder in Japan auf, doch er hat sich verändert. Seine Brust leuchtet und strahlt rot, ein Forscher erklärt, es ginge um das Herz von Godzilla. Sein Körper erwärmt sich in der Tat und ein Supergau droht. Forscher und Militär bereiten sich drauf vor, als plötzlich ein unbekanntes Monster namens Destoroyah auftaucht und Godzilla bekämpft.
Ich glaube die zwei bekanntesten japanischen Schauspieler sind wohl neben Takeshi Kitano eindeutig der mutierte Riesenlurch Godzilla und wenn mal wieder dieser herrlich naiven Filme im Free TV zu sehen ist, bin ich dabei. Im wesentlichen sind sich ja alle Beiträge dieser Art irgendwo ähnlich Zilla plättet ständig Modellbaustädte und jeder Mensch sollte es tunlichst meiden bei der japanischen Armee anzuheuern, da die Lebenserwartung drastisch verkürzt wird. Diese Punkte werden auch in G vs. D brav abgearbeitet, dennoch gibt es ein paar Sachen die ihn über den Durchschnitt der Franchises hieven.
Zum einen sind die Spezialeffekte größtenteils sehr gelungen, besonders wenns an Städteplattmachen geht, die Zerstörung Hong Kongs ist schon sehr gelungen (lustig das die Stadt wenig später nach dem Dreh an die Briten zurückgegeben werden mußte, die werden sich über den schwelenden Trümmerhaufen sicherlich bombig freuen), aber spätestens wenns im Endkampf Tokio an den Kragen geht, zeigen die FX Hexer was sie in petto haben. Nur manche der Modellfahrzeuge sehen allerdings immer noch nach dem aus, was sie sind, nämlich Spielzeug.
Auch gelungen sind die beteiligten Monster. Godzilla sieht mit seinem neuen rotglühenden Anzug (Sonnenbrand?) ziemlich finster und übellaunig. Auch der früher immer häßliche Knuddelwutz Godzilla Junior wird endlich erwachsen und verbreitet jetzt keine Lachanfälle mehr, sondern strahlt auch schon eine gewisse Bedrohung aus. Destoroyah ist zudem ein cooler Gegenspieler, der sich durch seine Nanokulturen in alle Größen verwandelt kann und aussieht wie ein häßlicher Bastard von einer Zecke und einem Hummer.
Auch wenn die letzte halbe Stunde eine einzige Zerstörungsorgie ist, hätte man ruhig ein wenig mehr Monsterkämpfe einbauen können, vorher passiert in der Richtung nämlich gar nix. Jedes der Viecher darf mal ein paar Häuser einreißen, aber die einzige Begenung findet am Ende statt. Da hätte gerne ein wenig mehr Screentime zustande kommen dürfen. Die menschlichen Darsteller sind dabei wie üblich ziemlich austauschbar, macht zwar jeder einen soliden Job, allerdings nervt dieser Studentenschnösel ein wenig, der alles weiß und dummerweise auch immer Recht hat. Selbst auf die schwierigsten Fragen donnert er mühelos einen technischen Monolog durch seinen Anzug. Obwohl es ja gerade in Japan Monsterexperten wie Sand am Meer aufgrund der Vielzahl der Begegnungen mit Riesenviechern geben müßte.
Das Drehbuch kann man eigentlich auch in die Tonne werfen. Was die Beteiligten hier an physikalischen Unfug raushauen geht auf keine Reptilienhaut. Mikrosauerstoff, Kernkraftwerk anstelle eines Herzens, Präkambrische Alternativlebensformen, was´n Krampf. Egal, es geht um Godzilla und da macht die Destoroyah Episode ne Menge Spaß. Coole Monster, ausgedehnt Zerstörungen, was will man mehr.
7/10