Weihnachtszeit - Heulkrampfzeit!
Neben den üblichen Weihnachtsfilmen für Kinder, den Weihnachtscomedys und den üblichen "Heile Welt"-Filmen, kommen jedes Jahr auch traurige Filme, die uns auf die Tränendrüse drücken wollen und uns über einiges nachdenken lassen wollen. Auch dieses Jahr gibt es wieder einen. "A Town without Christmas", die Geschichte um ein Kind, dass sich offenbar zu Weihnachten umbringen will, da es mit seinen Eltern nicht mehr zurecht kommt und dies dem Weihnachtsmann schreibt. Eine perfekte Drama-Story also. Leider ist dieser Streifen aber nicht ganz gelungen.
Die Geschichte und die Handlung von "A Town..." können durchaus gefallen und passen in die Weihnachtszeit recht gut hinein. Drama, Herzensgüte und sogar etwas Mystery wurden gut gemischt und interessant durchdacht und zusammengeführt. "Wer ist das Kind?", "Was führt es dazu?" und was haben die ganzen auftauchenden, offenbar von einem Künstler gemalten, Ölfarben-Bilder, die immer ein Ereignis zeigen, dass gerade erst passiert, damit zu tun? Und vor allem: Wer ist dieser mysteriöse Max (großartig: Peter Falk)? Ja, eine spannende Vorgehensweise, kann man dem Ganzen gar nicht mal abstreiten!
Doch der Film hat leider ein großes Manko: Er verliert sich viel zu oft in Kitsch und Klischees. Nicht das ich in Weihnachtsfilmen unbedingt was dagegen hätte, doch hier ist es leider eine Spur zu oft. Ständig wird mit der Moralkeule geschwungen und das ständige drücken auf die Tränendrüse in den unpassendsten Momenten, nervt doch etwas. Zudem schleppt sich das Geschehen an vielen Stellen etwas zu mühselig ab!
Weiterhin kann der Film auch leider auch erst am, an den Haaren herbeigezogenen, Ende mit Weihnachtsatmosphäre aufwarten. Etwas mehr hätte dem ganzen Streifen schon gut getan.
Na ja, dafür können die Darsteller allerdings überzeugen. Alle machen ihre Sache sehr gut. Vor allem Peter Falk als rätselhafter Geist(?) Max gefällt, wie immer. Er hat es einfach daruf, Filme kurz vor dem Abgrund (auch wenns hier nicht ganz so schlimm ist) noch zu retten!
Fazit: Drama mit intersanter Story und mysteriösen Zügen, das teilweise sogar recht spannend geraten ist. Leider aber, selbst für einen Weihnachtsfilm, etwas arg kitschig und klischeebehaftet verliert der Film auch wieder kräftig an Zug. Gaststar Peter Falk fängt zwar viel wieder auf! Trotzdem nur Durchschnitt! Schade!
Wertung: 5/10