Auf Erden wandelt ein Sin Eater, jemand der als eine Art Gegenstück zur Kirche Sünden vergeben kann. Diese werden aus dem Körper durch ein Ritual herausgezogen und gegessen. Als dieser unsterbliche Anti-Priester nun dem Mentor des jungen Priesters Alex Bernier die Sünden abnimmt, worauf dieser stirbt, bekommt Alex von dem mysteriösen Driscoll den Auftrag nach Rom zu reisen um der Sache auf den Grund zu gehen. Dort trifft er auf seinen alten Freund Thomas Gerrett und seine alte Jugendliebe Mara. Bei der Suche nach dem Sin Eater geraten sie an eine dämonische Sekte, die in der Unterwelt von Rom haust und Alex auf die Spur des Sin Eaters führt.
Kirchlicher angehauchter Mystery Horror hat mir noch nie wirklich vor Freude das Weihwasser aus den Augen getrieben und daran ändert auch der Sündenvesperer nichts. Es ist hier eigentlich wie immer, schwülstige Erzählweise, undurchsichtige Figuren und einen Plot, den man wirklich mit der Lupe suchen muß. Hier treffen sich die letzten beiden Mitglieder eines aussterbenden Ordens der katholischen Kirche (also sowas wie die klerikalen Mohikaner) in Rom um den zweifelhaften Tod ihres Mentors zu untersuchen.
Dabei stößt man wie immer auf allerhand Seltsamkeiten, Kinder die sich auf dem Friedhof in Krähen verwandeln, warum auch immer, Kapuzenheinis die die Zukunft aus Sterbenden herausquetschen und einen alternativen Beichtvater, der abseits der Kirche gegen Entgelt Absolutionen erteilt. Das mag ja alles mysteriös uns so sein, aber zumeist ist es doch eine recht fade Suppe mit nur schwer erkennbarem roten Faden.
Die Story ist dabei recht konfus, man könnte jetzt zwar auch hintergründig sagen, denn bis zum Finale muß man doch lange rätseln wer denn jetzt der unsterbliche Sineater ist, gut oder böse, und letztlich auch ob jetzt Alex sein Erbe antreten wird.
Brian Helgeland stemmte diese Produktion fast allein, läßt aber in Sachen Kulissen und Darsteller ein gutes Händchen erkennen. Andererseits kam ich mir ständig vor, als wäre ich in einem mißglückten Dan Brown Roman gelandet.
5/10