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Und wieder greift eine außerirdische Macht nach der Erde und während sich Gamera der Bedrohung durch mehrere Monster stellt, erwehrt sich ein kleiner Junge zusammen mit drei Spacewomen einer weiblichen Gesandten.

Seit dem letzten Auftritt Gameras in "Gamera gegen Zigra" waren 9 Jahre vergangen und irgendjemand muss wohl nach so langer Zeit auf den Trichter gekommen sein, die Riesenschildkröte wieder auf die Leinwand loszulassen, ohne dabei jedoch ein allzu großes finanzielles Risiko eingehen zu wollen, denn bei den Monsterszenen griff man komplett auf das Material der bisherigen Gamerafilme zurück.
Bei der rund um das alte Material zusammengebastelten Story griff man ebenfalls auf Altbekanntes zurück, nämlich einer Bedrohung der Erde durch Außerirdische, die man diesmal nur in Form eines Raumschiffes und der auf die Erde gesandten Weltraumlady sieht, sowie eine Identifikationsfigur für das junge Zielpublikum in Form eines nervigen Kindes, welches zusammen mit ein paar freundlich gesinnten Spacewomen gegen die Unholde vorgeht und mit Gamera bei dessen Kampf gegen die "Super Monster" mitfiebert.
Da man diese Geschichte in der Form schon zur Genüge kennt, sieht es in Sachen Spannung und Innovation natürlich mau aus. Weil das Geschehen zudem sehr kindlich naiv erzählt wird, muss man sich als erwachsener Zuschauer des Öfteren an den Kopf fassen, wobei manches dann schon so dämlich ist, dass man als Trashfan seine kleinen Perlen aus dem Ganzen ziehen kann wie zum Beispiel bei der Entdeckung des Jungen, dass die außerirdische Frau böse sein muss, weil sie sich garnicht freut, wenn Gamera einen Kampf gewinnt oder dessen schrecklichen Heimorgeleinlagen.
Einen Großteil der Laufzeit nehmen die Monsterszenen für sich in Anspruch, was für einen Kaiju Eiga im Grunde nicht das Verkehrteste ist, doch wie bereits erwähnt sind alle Kämpfe aus den vorherigen Gamerastreifen entnommen worden, so dass einem als Kenner Selbiger nichts Neues geboten wird. So darf Gamera wieder gegen die bekannten Gegner Gaos, Barugon, Viras, Guiron, Jiggar und Zigra antreten und zwischenzeitlich einen Damm und Gebäude zerdeppern, was diesmal mit einem Steurungssender der Bösen in Gameras Nacken erklärt wird. Wirklich neu sind dann nur zwei merkwürdige Zeichentricksequenzen, in die die Riesenschildkröte hineinkopiert wurde und ihr Stampfer, der ein Godzillaplakat zum Umsturz bringt, womit man der Konkurrenz aus dem Hause TOHO den Kampf ansagen zu wollen schien. Hinzu kommt, dass die Fights lieblos und wenig stimmig in das restliche Geschehen hineingeschnitten wurden und zudem teilweise mit äußerst unpassender Musik unterlegt wurden.

Insgesamt ist "Gamera Super Monster" definitiv der schwächste und überflüssigste Beitrag der Gamera-Reihe, da lediglich sämtliche bisherige Monsterszenen recycelt und mit der ausgelutschten kindbezogenen Außerirdischenstory zusammengepappt wurden, so dass für Unterhaltung nur durch unfreiwillige Komik gesorgt wird.

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