Ein kurzes Brainstorming zu Schweden:
IKEA, WASA- Knäckebrot, frischer Lachs, tolle Landschaften, Astrid Lindgren, teurer Alkohol, Mitternachtssonne und äh...ja...
Das wars?!
Nein, es fehlt noch eine Sache die für Schweden ein wesentliches Merkmal darstellt, nämlich „Kops“!
In einer idyllischen schwedischen Kleinstadt gibt es eine Polizeiwache mit einer Hand voll treuer Staatsdiener, die durch die niedrige Kriminalitätsrate in ihrem Distrikt nicht viel zu tun haben. Wahrlich ein Lenz für die Truppe, die den Kontakt zu den Bürgern in nachbarschaftlicher Manier pflegt. Doch irgendwann kommt Vater Staat dahinter und schickt einer Regierungsbeauftragte in das Städtchen, um zu prüfen ob überhaupt eine Polizeiwache hier von Nöten ist. Die Polizisten der Wache fürchten ihren Job zu verlieren und so schmieden sie einen naheliegenden Plan... „wir müssen die Kriminalitätsrate erhöhen“. So entschließen sie sich die Sache in die Hand zu nehmen. Ob die Regierungsbeauftragte dahinterkommt, dass die Polizistinnen und Polizisten der Wache selbst Straftaten begehen, damit sie ihren Job nicht verlieren???
Eine sehr lustige und einfallsreiche Story, verfilmte uns hier der Regisseur Josef Fares.
Die Schweden beweisen Humor und das in einer sehr unkonventionellen Art und Weise. Hier werden nicht nur Slapstickeinlagen geboten, sondern es werden auch mal gerne Anspielungen auf bekannte Hollywoodproduktionen getätigt. Sehr eigenwillig und mit einem unvergleichbaren Charme, beweisen uns die Skandinaven, dass sie sich in Sachen Komödien, nicht hinter oftmals monotonen Hollywoodalltagskost verstecken brauchen.
Die Darsteller sind durchweg gut. Sympathisch wirken sie und das führt zu einer Identifikation mit ihnen. Jeder der Polizisten in „Kops“ stellt eine unverwechselbare Persönlichkeit dar. So sehen wir den klassischen Waffenvernarrten, aber auch den altbekannten „Single“ Polizisten der sich verliebt, ein Polizistenpärchen, welches seit langer Zeit schon im Staatsdienst ist und die Eheprobleme mit den Arbeitskollegen teilt und und und...
„Kops“ wirkt keinen Moment langweilig und überrascht den Zuschauer mit scheinbar unpassenden Sequenzen aus „Matrix“ und „Zurück in die Zukunft“.
Fazit:
„Alter Schwede!“ Was für eine Überraschung aus dem hohen Norden wurde uns hier mit „Kops“ beschert. Eine einfallsreiche und gut durchdachte Story, mit unterhaltsamen Subplots wird uns hier geboten. Die Schauspieler sind top und der Humor ist gut aber eigenwillig, was nicht als negativ zu bewerten ist.
So ist „Kops“ absolut sehenswert, denn er hebt sich deutlich von der üblichen Standardkost ab.
„Guckst Du noch, oder lachst Du schon?“
9 von 10 Punkten