Eric Christian Olson und Derek Richardson spielen zwei Volltrottel, die von ihrem geldgierigen Schulleiter, gespielt von Eugene Levy, der vom Staat Gelder für eine getürkte Förderklasse einstreichen will, dazu gebracht werden, weitere Volltrottel für eben diese Förderklasse zu finden, worauf eine überaus attraktive Reporterin der Schülerzeitung, gespielt von Rachel Nichols, sehr schnell aufmerksam wird.
Als rund zehn Jahre nach Peter und Bobby Farrellys überaus gelungener Komödie "Dumm und Dümmer" ein Prequel mit einem vollkommen neuen Cast und einem anderen Regisseur angekündigt wurde, war eigentlich schon klar, dass wohl nicht sonderlich viel dabei herauskommen würde. Und allein der Titel "Dumm und Dümmerer" legt das Niveau des Films endgültig fest, ja, das Werk ist unterste Schublade, unterhaltsam ist der Film aber dennoch, auch wenn es seinen Vorgänger nicht erreicht.
Von den Kritikern wurde der Film förmlich zerrissen und auch die Platzierung in der OFDb, aktuell unter den schlechtesten 50 Filmen, ist sicherlich gerechtfertigt, aber so einen niveaulosen Schwachsinn findet man echt selten. Der Humor ist einfach arm: Slapstick der niveaulosesten Sorte und Kalauer, für deren Entsorgung Woody Allen und Mel Brooks Geld bezahlen würden und das auch noch im Sekundentakt, aber gerade deswegen unterhält der Film durchaus. Wenn man sich direkt mit dem Niveau zufrieden gibt und am besten Verdrängt, wie gut das Original war, kann man sich so durchaus amüsieren, denn so einen Schwachsinn findet man wirklich nur ganz ganz selten.
Dass die Story Müll ist, sollte jedem klar sein, obwohl die Idee mit der Förderklasse für ganz "besondere" Schüler durchaus gelungen ist, wobei man sich hier nicht daran stören darf, das Witze auf Kosten von geistig Zurückgebliebenen gemacht werden, aber das war beim Vorgänger ja auch nicht anders. Wichtig ist angesichts der Story nur, dass das Erzähltempo schnell genug ist, damit kein Leerlauf entsteht und Regisseur Troy Miller, der bereits einige, nicht sonderlich namenhafte Komödien inszenierte, hat durchaus die Routine es nicht dazu kommen zu lassen, womit er aber den Eindruck der Kurzweiligkeit in Kauf nehmen muss.
Eric Christian Olson und Derek Richardson können zwar bei Weitem nicht an die Leistungen von Jim Carrey und Jeff Daniels im Vorgänger anknüpfen, machen sich aber dennoch ganz gut, servieren die Gags mit Slapstick der dämlichsten Art und passen damit gut in den Film. Dafür sind die Nebenrollen aber teilweise noch besser besetzt, als beim Original. Rachel Nichols stellt mit ihrer ruhigen Art einen gelungenen Gegenpol zu den beiden Hauptdarstellern dar und sorgt dafür, dass der Film nicht zu weit ausartet. Zudem spielen auch Eugene Levy, der schon so oft in diversen Komödien überzeugte und Luis Guzman hervorragend.
Fazit:
Der Humor besteht ausnahmslos aus unglaublich schlechten Kalauern und derben Slapstick auf Kosten von geistig zurückgebliebenen Menschen, die Story ist genauso dämlich und einfallslos wie der Titel des Films und die beiden Hauptdarsteller könnten die Rollen kaum dämlicher spielen, aber gerade deswegen unterhält dieses kleine Trash-Juwel hervorragend, wenn man sich denn dem Niveau anpasst und nicht die ganze Zeit in Erinnerungen an den wesentlich besseren Vorgänger versinkt.
56%